Weiblich jung flexibel

Von den wichtigen Momenten im Leben und wie man sie am besten verpasst….so lautet der Kurzbeschrieb des Buchtitels von Autorin Felicitas Pommerening. Ein erfrischendes Buch in dem Fragen wie: Was mache ich nach meinem Studium? Will ich Karriere machen? Wenn ja, womit und in welchem Bereich? Will ich überhaupt arbeiten? Will ich einen Partner? Wie könnte/sollte dieser aussehen?

Felicitas Pommerening geht diese Themen an indem sie die Entwicklungsgeschichte von Carlynn und Ellen beschreibt, zwei Freundinnen die ihren Uni-Abschluss kürzlich geschafft haben und jetzt vor dem „wahren Leben“ stehen und sich überlegen müssen was sie machen wollen.

„Weiblich, jung, flexibel“ (Herder Verlag) zeigt, wie unterschiedlich „frau“ an die verschiedenen Fragen rangehen und was dabei herauskommen kann; wie die beiden mit dem Druck der Gesellschaft umgehen und wie sie versuchen ihre Wünsche und Bedürfnisse zu realisieren.

Was ist in meinem Leben wichtig? Was wünsche ich mir? Weiss ich überhaupt was ich will?

Frauen haben heute, in unserer Gesellschaft, mehr Möglichkeiten denn je.  Berufliche Karriere, und Selbstverwirklichung. Frauen sind aber nach wie vor fürs Kinder kriegen zuständig. Doch wie soll das gehen? Beruf und Kinder unter einen Hut bringen? Geht das? Das sind Fragen die wir uns heute stellen. Wie sollen wir den Erwartungen anderer gerecht werden? Wollen wir das überhaupt?

Vor 100 Jahren hatten Frauen ganz andere Sorgen. Sie musste sich darüber Gedanken machen wie sie überlebt oder ob sie vorher als Hexe verbrannt wird. Würde sie jemals über sich selbst entscheiden können – denn sie war ja zuerst „Eigentum“ ihres Vaters und danach ihres Ehemannes. Von Ausbildung und beruflicher Karriere ganz zu schweigen.

Dieses Buch beweist einmal mehr, dass es nicht ganz einfach ist sich diesen neuen Gegebenheiten zu stellen und anzupassen. Wir betonen hier „neue Gegebenheiten“ denn die gesellschaftliche Entwicklung in den vergangenen 100 Jahren ist eben doch nur ein klacks verglichen zu der Zeit davor, wo es eben eine ganz andere Rollenverteilung gab. Gleichstellung hin oder her. Frauen und Männer sind nun mal von Natur aus unterschiedlich, und das ist auch gut so. Aber es ist eine echte Herausforderung – für Frauen wie für Männer –  herauszufinden wie wir am besten in der heutigen Gesellschaft klarkommen. Der berufliche Alltag, das „wahre“ Leben kann uns ganz schön in verzwickte Situationen bringen. Frauen und Männer können so flexibel sein wie sie wollen, oftmals sind es einfach die Umstände die alles schwierig machen.

 

Zur Autorin:

Felicitas Pommerening wurde 1982 geboren und lebt in Mainz mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern. 2011 hat sie ihre medienwissenschaftliche Doktorarbeit abgeschlossen.

   Foto: Felicitas Pommerening

 

 

1 Kommentar zu Weiblich jung flexibel

  1. Nicht nur der beste, sondern auch der einzige Weg, wirkliche Gleichberechtigung zu erreichen, wäre, wenn jetzt endlich Männer/ Jungs in Sachen Schulbildung besser gefördert werden.
    Das ist schon seit Jahren ein bekanntes Thema; Männer haben im Durchschnitt eine schlechtere Schulbildung, schlechtere akademische Titel, etc. Somit können es sich viele Männer später schlicht und einfach nicht leisten, beruflich kürzer zu treten und sich um die Kinder kümmern. Sie hätten schlechtere Wiedereinstiegschancen im Beruf und können daher nichts anderes tun, als beruflich „vollgas“ geben und alles daran zu setzen, Gewinn zu maximieren und aufzusteigen, wenn sie nicht auf der Strasse landen wollen.
    Hätten Jungs eine bessere Bildungschance, wären sie später als Männer nicht so sehr auf steile Karriere angewiesen, könnten die Sache lockerer nehmen, wovon Frauen im Beruf profitieren könnten.
    Aber leider scheinen manche FeministInnen diese Tatsache immer noch nicht begriffen zu haben. Mit ihrem ständigen Männerbashing und Benachteiligungen von Jungs an der Schulbildung haben sie genau das Gegenteil erreicht, wofür sie angeblich gekämpft haben.

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