Dauerhaft abnehmen – aber wie?

Um langfristig Gewicht zu verlieren und dieses auf Dauer zu halten, hilft nur eine langfristige Ernährungsumstellung. Wer das nicht alleine schafft, sollte sich Hilfe holen. Welche das sein soll, bleibt Ihnen überlassen, die Auswahl der Angebote und Anbieter ist groß, die Kosten meistens auch. Ob Ernährungstreffen-,Gruppe-oder Einzelberatung. Erstmal gilt es herauszufinden, ob – und welche Hilfe sinnvoll ist. Gestehen Sie sich Ihre Schwächen ein und seien Sie ehrlich zu sich. Wenn der dreiundneunzigste Versuch, es alleine zu schaffen, nicht geklappt hat, wird es der nächste wohl auch nicht.
Überlegen Sie, welche Hilfe für Sie die sinnvollste sein könnte und hören Sie dabei auf Ihr Bauchgefühl.

In einer Gruppe findet ein reger Erfahrungsaustausch statt, man bekommt viele Tipps und Anregungen und erfährt, dass man mit seinen „Essproblemen“ nicht alleine ist.
Andererseits muss man sich und die eigenen Schwächen gleich vor vielen fremden Menschen offenbaren und andere Meinungen und auch mal Kritik ertragen können.
Bei einer persönlichen Ernährungsberatung hat man die volle Aufmerksamkeit der Beraterin und eine persönliche und individuelle Betreuung. Hier fehlt aber wieder die Motivation durch eine Gruppe und das oft beruhigende Gefühl, nicht die einzige zu sein, die zu dick ist.

Ebenfalls gibt es bei den Konzepten der einzelnen Anbieter große Unterschiede.

Bei Weightwatchers werden z.B. fünf Mahlzeiten am Tag gegessen, der aktuelle Trend (z.B. bei Mrs.Sporty) liegt bei nur drei täglichen Mahlzeiten.
Hält man sich an die entsprechenden Vorgaben, wird man zweifelsohne abnehmen. Das Problem ist, nach der Abnahme sein Gewicht auch zu halten. Geht man nicht mehr zu den Gruppentreffen oder der Ernährungsberatung, schleichen sich oft schnell wieder die alten Gewohnheiten ein und damit auch das alte Gewicht.
Der Mensch nimmt gerne neue Gewohnheiten an, gibt aber ungern alte ab.

Was also tun?

Die Erfahrung zeigt, dass drei bis vier Mahlzeiten am Tag die sinnvollste Variante sind. Zwischen den Mahlzeiten sollten mindestens vier Stunden liegen und die letzte bis 18Uhr gegessen sein. Das Alter spielt bei der Abnahme ebenfalls Rolle. Mit zwanzig hat man eine Woche wenig gegessen und fünf Kilo verloren. Ab vierzig sieht das schon anders aus: Isst man zu wenig, geht der Körper auf Sparflamme und es passiert gar nichts mehr. Sündigt man am Wochenende, ist die Abnahme der ganzen Woche wieder dahin.

Die meisten Frauen sind Kohlenhydrat-lastig. Da spielen wieder die Gewohnheiten eine Rolle. Schon als Kind haben wir zum Abendbrot Brot gegessen. Ab spätestens Mitte Vierzig kann man sich das nicht mehr erlauben. Die abendlichen Kohlenhydrate blockieren die nächtliche Fettverbrennung und machen eine Abnahme unmöglich. Zudem spielt der Stoffwechsel eine große Rolle. Der wird mit zunehmendem Alter leider immer langsamer, ab ca. 30 Jahren bauen wir Muskelmasse ab. In der Muskulatur werden aber die Fette verbrannt.

Eine langfristig erfolgreiche Abnahme funktioniert nur, wenn die Ernährung konsequent Sport gemacht wird.
Lassen Sie ab spätestens 18Uhr die Kohlenhydrate weg. Funktioniert das nicht, sollten schon zum Mittagessen die letzten Kohlenhydrate zugeführt werden.
Nicht ganz auf Kohlenhydrate verzichten und am Abend nicht gar nichts mehr essen!
Kopf und Nerven brauchen fast ausschließlich Kohlenhydrate als Energielieferanten.

Der optimale Ablauf:

Zum Frühstück am besten Vollkornbrot-oder Brötchen oder ein Müsli. Frisches Obst rundet die Mahlzeit ab und man ist für den Tag gerüstet.
Zum Mittagessen eine ausgewogene Mahlzeit mit Eiweiß, Kohlenhydraten und gesunden Fetten. Ein Salat oder anderes Gemüse gehören natürlich dazu, ein Nachtisch ist erlaubt.
Das Stück Kuchen am Nachmittag sollte durch einen Obstsalat ersetzt werden, Süßigkeiten und süße Getränke sind zumindest in der Abnahmephase tabu.
Der abendliche Verzicht auf Kohlenhydrate und Süßigkeiten tut vier bis sechs Wochen richtig weh, darauf sollte man sich schon einstellen. Aber der Gewichtsverlust und das gute Körpergefühl entschädigen für den Verlust der liebgewonnenen Gewohnheiten.

Bis der Kopf die neuen Abläufe wirklich akzeptiert hat und die neuen Gewohnheiten und verinnerlicht sind, dauert es fünf bis sieben Jahre! Erst dann kann man sich sicher sein, seine Ernährung wirklich erfolgreich umgestellt zu haben.

Zwei- bis drei Mal in der Woche sollte ein ausgewogenes Kraft-Ausdauer-Training absolviert werden. So wird Muskelmasse aufgebaut und die durch die Gewichtsreduktion reduzierte Muskulatur wieder aufgebaut.

Der Körper wird gestrafft, Stresshormone abgebaut und Glückshormone von Körper produziert.

Viel Erfolg.

good-diet[1]

 

Autor: Isi14

2 Kommentare zu Dauerhaft abnehmen – aber wie?

  1. Essentiell finde ich persönlich die Vermeidung von Stress und von zu wenig Schlaf, dies erschwert die Gewichtsabnahme enorm.

    Wie viele sagen ist die Ernährung das A & O. Hier schaue ich einfach, dass ich genügend Protein zu mir nehme, kalorienarm esse und die Nahrungsmittel so naturbelassen und frisch wie möglich sind.

    Grundsätzlich ist das Abnehmen sogar ohne Sport möglich, wenn es nicht allzu verkehrt angestellt wird.

    Mein kleiner Tipp: Zitronensaft ins Wasser geben, dies pusht zudem den Stoffwechsel!

  2. Leider gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis in einer größeren Studie, dass diese Form des Abnehmens wirklich langfristig funktioniert und gesund sein soll.
    Immer wieder zu Erinnerung: Mindestens 95% aller Diäten und Ernährungsumstellungen scheitern, wenn man sich die Gewichtsabnahme über einen Zeitraum von fünf und mehr Jahren anschaut.
    Leider wird diese Gewichtszunahme, die unweigerlich auf eine Diät/Ernährungsumstellung folgt, dann immer der einzelnen Person vorgeworfen. Obwohl es Biologie ist, fast so ähnlich wie Haare wachsen…

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