Wann ist es nur Flirten und wann Untreue?

Für Deutschschweizer Singles ist Treue nach wie vor das zentrale Thema in einer Partnerschaft: 78% erachten sie als „sehr wichtig“ und weitere 20% als „eher wichtig“. Doch in der Beurteilung davon, was Treue überhaupt ist, zeigen sie sich dem Verhalten des Partners gegenüber toleranter als zu sich selbst: Rund ein Viertel der Befragten würde das Flirten ganz vermeiden, um den Partner nicht eifersüchtig zu machen. Dem Partner hingegen würden die meisten mehr Freiheiten gewähren, ohne eifersüchtig zu werden. Dies ergab eine Umfrage bei 359 Deutschschweizer Singles zwischen 18 und 69 Jahren.
Treue steht bei Deutschschweizer Singles hoch im Kurs: Unabhängig von Geschlecht und Alter geben 78% an, dass sie Treue als „wichtig“ und weitere 20% als „eher wichtig“ erachten. Doch wo hört Treue auf und fängt Fremdgehen an? Jemandem hinterher sehen, mit Blicken flirten, jemanden küssen oder erst, wenn es intim wird? Und welches Verhalten müsste der Partner tolerieren können ohne eifersüchtig zu werden?

Deutschschweizer Singles stellen hohe moralische Ansprüche an sich selbst

Während 57% der befragten Singles schon kleinere „Vergehen“ als Untreue gegenüber dem Partner werten, würden andersrum nur 41% diese Verhaltensweisen dem Partner als solche auslegen. Im Detail: 22% der Männer und 28% der Frauen würden schon ein Gefühl der Untreue empfinden, wenn sie jemandem hinterher sehen, doch nur 13% der Männer und 18% der Frauen würden dies in der gleichen Situation dem Partner vorwerfen. Ein weiteres Drittel der Befragten würde es gegenüber dem Partner als Untreue empfinden, wenn es mit einer anderen Person mit Blicken, verbal oder sogar via SMS oder Chat flirtet, jemanden beim Flirten berührt oder auf die Wange küsst. Doch nur ein Viertel von ihnen würde dasselbe Verhalten des Partners als Fremdgehen werten.

PARSHIP-Psychologin Barbara Beckenbauer sieht darin keinen Widerspruch: „Treue ist ein wichtiger Stabilitätsfaktor für die Partnerschaft. Die Umfrage zeigt, dass Deutschschweizer Singles dies ebenso sehen und zugleich auch den Wunsch haben, dem Partner oder der Partnerin zu vertrauen. Aus Angst, die Beziehung zu gefährden oder den Partner zu verletzen, wären sie beim Flirten deshalb eher zurückhaltend oder würden sogar lieber ganz darauf verzichten.“

Kein Grund zur Eifersucht

Doch wie viel Toleranz erwarten Deutschschweizer Singles vom zukünftigen Partner, wenn er sie beim Flirten erwischt? 25% der Männer und 30% der Frauen würden alles unterlassen, was den Partner oder die Partnerin eifersüchtig machen könnte. Ein Fünftel (21%) findet, man müsste jemandem hinterher sehen können, ohne dass der andere gleich beleidigt ist. 9% der Männer und 6% der Frauen würden zudem auch weiterhin gerne ohne Konsequenzen mit Blicken flirten. Dies, verbales und elektronisches Flirten (via SMS oder Chat) oder das Berühren beim Flirten empfinden 9% der Männer und 12% der Frauen als akzeptabel, während weitere 20% finden, dass auch ein Küsschen auf die Wange ohne Probleme vom Partner toleriert werden sollte.

Nur eine Minderheit (2% der Männer, 4% der Frauen) verlangt, dass auch in einer zukünftigen Partnerschaft Raum für einen Kuss auf die Lippen oder Rumknutschen vorhanden sein muss. Und immerhin 4% (Männer und Frauen) finden, dass selbst ein One-Night-Stand oder eine Affäre möglich sein sollte, ohne dass der Partner eine Szene macht.

17% erwarten vom Partner „flirtfreie“ Treue

Doch wo liegt die eigene Schmerzgrenze? 15% der Männer und 19% der Frauen sehen sich als sehr eifersüchtig und erwarten vom Partner absolute Treue. 2% der Männer und Frauen würden ein „Hinterher sehen“ nicht tolerieren. Bei jedem und jeder Zehnten (11%) wäre die Schmerzgrenze zur Eifersucht erreicht, wenn ihr Partner oder ihre Partnerin aktiv mit Blicken flirtet. Weitere 16% der Befragten würden dann eifersüchtig reagieren, wenn ihr Partner einen Flirt per SMS oder Chat weiterführt. 7% würden sich unbehaglich fühlen, wenn ihr Partner beim Flirten berührt wird oder jemanden berührt. Bei 17% der Frauen regt sich die Eifersucht bei einem Lippenkuss (Männer 11%), während bei weiteren 10% die Alarmglocken erst schrillen würden, wenn ihr Partner mit jemand anderem rumknutscht (Männer 12%). 4% der befragten Männer und Frauen würden erst bei einem One-Night-Stand Eifersucht verspüren und weitere 9% gar erst bei einer Affäre. Nur 2% der Frauen und 6% der Männer scheinen keine Eifersucht zu kennen und plädieren für absolute Freiheit in der Partnerschaft.

Quelle: parship.ch

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