And the Oscar goes to….

Hollywoods starke Frauen! – Ehrlich gesagt nervt mich das Getue um diesen Goldjungen in letzter Zeit. Das ganze Tamtam um den perfekten „Look“, der wichtiger zu sein scheint, als das Filmschaffen selbst. Ich habe grossen Respekt vor all den kreativen Künstlern, – und damit meine ich nicht nur die Schauspieler und Schauspielerinnen – die Show selbst finde ich teilweise reichlich übertrieben, wo die Welt doch weiß Gott ganz andere Sorgen hat.

Ein Stück Glamour tut jedoch auch mal gut und ich freue mich für alle ausländischen, noch unbekannteren Namen im Filmbusiness, die mit einer Nominierung die nötige Aufmerksamkeit erhalten.

Ich muss zugeben, diesmal habe ich die Highlights genossen, denn etwas fiel mir bei der Verleihung des 87. Academy Awards besonders positiv auf: all die starken Frauen, die so manchem berühmten männlichen Schauspieler die Show stahlen. Dabei waren Hollywood-Grössen wie Angelina Jolie, Jennifer Lawrence oder Anne Hathaway diesmal nicht mal anwesend.

Im Vergleich zu Neil Patrick Harris fand ich Anna Kendrick zum Beispiel um einiges witziger, die gleich zu Anfang der Show eine Gesangeinlage zum Besten gab – zusammen mit dem Moderator. Sie zeigte mehr Talent zur Komik, wie auch Publikumsliebling Jack Black, der kurz mitmischte.

Das Moderieren einer solch gigantischen Show ist bestimmt alles andere als ein Zuckerschlecken, aber dem sonst so charmanten Harris hatte man seine Nervosität leider zu sehr angemerkt.

Die wunderbare Jennifer Hudson sorgte neben vielen anderen Künstlern für musikalische Unterhaltung und Lady Gaga schockierte uns mal auf ganz andere Art: Sie sah aus, als ob sie tatsächlich von unserem Planeten stammt und bewies, was für eine gute Stimme sie eigentlich hat. Sie sang so ziemlich das Gegenteil einer typischen Songvorlage für Lady Gaga: Den Klassiker „The Sound of Music“. Julie Andrews, die 1965 das Lied im Film sang, trat hinzu, umarmte Lady Gaga gerührt, es gab Standing Ovation.

Bereits mehrmals nominiert, ging eine ganz besondere Frau jedoch allen voran:  Julianne Moore . Endlich durfte sie den wohlverdienten Oscar für ihre Hauptrolle im Film „Still Alice“ mit nach Hause nehmen.

Besonders aufgefallen ist ausserdem Patricia Arquette, die aufgrund ihrer Dankesrede unterdessen im Netz weltweit gefeiert wird. Sie bekam den Oscar als beste Nebendarstellerin in ihrer Rolle als alleinerziehende Mutter im Film „Boyhood“. Ihr Plädoyer für gleiche Rechte und gleiche Bezahlung für Frauen ging auf Twitter sofort um die Welt – und auch Meryl Streep, die gleichzeitig nominiert war (zum 19.Mal..) applaudierte begeistert.

Ihre Dankesrede richtete sie nicht nur an jede Frau, die je ein Kind geboren hat, sondern an alle Frauen. „Es ist jetzt ein für allemal an der Zeit, dass wir gleiche Bezahlung bekommen und Frauen in Amerika die gleichen Rechte erhalten!“

 

 

 

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