„Traumfrauen“

Mitte Februar: Die Hälfte der weiblichen Bevölkerung aus der Schweiz ist am Skifahren. Die andere pilgert ins Kino, um „Fifty Shades of Grey“ zu sehen. Dabei stelle ich mir eine maskentragende, in sexy Lederkleidung gezwängte Besucherschaar vor, die vielleicht noch heimlich Handschellen mitträgt. Der Platzverteiler hält eine Peitsche in der Hand und schlägt jeden, der es wagt, sich auf den falschen Platz zu setzen. Während des Films zaubern graue Schatten auf der Leinwand rote Schattierungen in die Gesichter der Zuschauer.
Natürlich gibt es auch noch solche, die der ganze Hype um silberfarbene Krawatten kalt lässt. Solche, die Humor und Charme sexy und den Anblick einer Peitsche nicht besonders lustig finden.

Zum Glück gibt es da Alternativen: Der deutsche Film „Traumfrauen“ (ab 19.2.2015 im Kino) zum Beispiel. Erleichtert stelle ich fest, dass das aktuelle Kinoprogramm u.a. auch Romantik-Komödien bietet und fordere alle übrig gebliebenen Freundinnen auf, mit mir einen lustigen Kinoabend zu erleben.

Mal abgesehen von der Vorfreude, das Multitalent Palina Rojinski auf Leinwand zu bewundern, frage ich mich: Was macht denn eigentlich eine „Traumfrau“ aus? Ein weibliches, perfektes Wunderwesen, welches durch die nächtlichen Träume unserer Männer geistert? Wer gibt denn vor, was perfekt ist? Die Medien? Hollywood? Die Werbung mit ihrer (dank Photoshop) zurechtgebastelten Models? Alles falsch. Wir selber bestimmen, was perfekt ist. Leider ist der Gesellschaftsdruck enorm hoch und darum finde ich es umso erfreulicher, wie seit neuestem Magermodels von Frauen mit gesunden Kurven vom Thron gestossen werden.

Schönheit ist relativ und „Traumfrau“ bedeutet nicht unbedingt Kurven und Polster an den richtigen Stellen. Eine Traumfrau ist rundum schön, weil sie sich selbst und die Menschen liebt und mit ihrem Leben zufrieden ist. Sie suggeriert dem Männchen, dass sie begehrenswert ist und strahlt Witz, Geist und Selbstbewusstsein aus. Das gewisse Etwas, welches sich so schwer zu beschreiben lässt: kostbar und bestimmt nicht käuflich. Und diese „Traumfrauenessenz“ ist auch nicht 24/7 präsent. Ab und zu erholt sie sich im Urlaub. Weil sie merkt, dass der Traummann auch nicht immer zum Träumen ist.

Sind wir nicht alle ab und zu Traumfrauen und hin und wieder das Gegenteil davon?
Die sanduhrgeformte Geliebte, die später als Ehefrau zum Albtraum mit falschen Brüsten wird.
Oder das unscheinbare Mauerblümchen, das irgendwann zur Traumfrau mutiert, weil es ihren neuen Freund dauernd zum Lachen bringt.

Traumfrau zu sein ist eine Ambition. Wir tun es nicht für die Männer, sondern für uns selbst.
Denn Tatsache ist doch: Egal ob jung oder alt, dick oder dünn. In uns allen steckt eine potentielle Traumfrau.
Also Mädels, packt eure Handtaschen und rennt mit Euren Freundinnen ins Kino.

Denn was gibt es Schöneres, als ein Weiberabend mit lauter Traumfrauen?

 

Offizieller „Traumfrauen“ Trailer Deutsch German 2015, mit Elyas M’Barek, Hannah Herzsprung, Karoline Herfurth, Iris Berben und Palina Rojinski in den Hauptrollen

 

 

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