Apotheke der Armen

In wenigen Tagen reist Präsident Obama nach Indien ? für Millionen von armen Menschen in Asien, Afrika und Lateinamerika könnte sein Besuch über Leben und Tod entscheiden. Sorgen wir jetzt dafür, dass die Ärmsten weiterhin die Medikamente erhalten, die sie brauchen.

Indien stellt günstige Mittel gegen HIV, Malaria und Krebs her. Doch große Pharma-Konzerne wollen das nun stoppen, um ihre eigenen Produkte zu höheren Preisen zu verkaufen. Ihre hartnäckige Lobby hat die USA auf ihre Seite gezogen ? dort droht man sogar mit Wirtschaftssanktionen, wenn Indien sein Patentrecht nicht ändert, das Patienten vor Profite stellt. Jetzt laufen Verhandlungen über ein neues Investitionsabkommen an ? und der Druck steigt.

Sammeln wir noch vor Obamas Abreise 1 Million Unterschriften ? so können wir Indiens wichtige Rolle als „Apotheke der Armen“ verteidigen und während Obamas Aufenthalt eine große Geschichte daraus machen. Dann überreichen wir unseren Aufruf zusammen mit einem vernünftigen Handelsplan, der von Experten ausgearbeitet wird und den Zugang zu Medikamenten sichert.

Unterzeichnen Sie jetzt:

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Große Pharma-Konzerne behaupten, dass sie durch Indiens Patentrechte preislich unterboten und davon abgeschreckt werden, in neue Medikamente zu investieren. Doch Pharma-Unternehmen entwickeln vorrangig Medikamente für die Reichen anstatt für die Armen — und verlangen oft horrende Preise für ihre Produkte. Bei einem neuen Mittel gegen Hepatitis C kostet jede Pille momentan 1000 Dollar!

Im Oktober hat Indiens Premierminister Narendra Modi bei einem Frühstück im Weißen Haus eine Aufforderung an die Geschäftsführer großer Pharma-Konzerne gerichtet: Sie sollen in erschwingliche Medikamente investieren, anstatt mit dem Gesetz zu spielen, um den letzten Tropfen aus ihren bestehenden Patenten herauszuquetschen. Doch er hat sich auch damit einverstanden erklärt, ein indisch-amerikanisches Forum für Patentrechte auf Arzneimittel zu gründen und den Entwurf einer Strategie zu veröffentlichen, mit Zugeständnissen, die amerikanische Unternehmen zu Investitionen anregen.

Als es darum ging, das Gesundheitswesen in den USA auszuweiten, hat Präsident Obama seinen Kritikern die Stirn geboten. Sorgen wir vor seiner Abreise nach Indien dafür, dass die USA, Indien und andere Regierungen diesen Moment nutzen, um Patienten vor Profite zu stellen.

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Als ein riesiger schweizerischer Pharma-Konzern die indische Regierung wegen erschwinglicher Krebsmedikamente verklagte, haben sich 50.000 Avaaz-Mitglieder aus Indien und der Schweiz dagegen ausgesprochen und die Klage wurde fallengelassen. Nun steht die „Apotheke der Welt“ vor einer noch größeren Bedrohung — Zeit also, dass wir noch einmal Stellung beziehen.

WEITERE INFORMATIONEN:

Arzneimittelpatente: Indien bleibt Apotheke der Armen (Aerzteblatt)
http://www.aerzteblatt.de/archiv/137188/Arzneimittelpatente-Indien-bleibt-Apotheke-der-Armen

Richter schützen Apotheke der Armen (Frankfurter Rundschau)
http://www.fr-online.de/wirtschaft/novartis-indien-richter-schuetzen-apotheke-der-armen,1472780,22252354.html

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