Handy als Wunderwaffe gegen Armut?

Ständig klingelt irgendwo in Afrika ein Handy – kein Wunder: 545 Millionen Menschen auf dem Kontinent haben inzwischen eines. Damit hat sich die Zahl der Nutzer nach Angaben der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) seit 2005 mehr als versechsfacht.

Die rasante Verbreitung von Mobiltelefonen in Afrika ist unaufhaltsam; zwei Drittel der erwachsenen Bevölkerung haben mittlerweile ein solches mobiles Kommunikationstool. Doch die Handys dienen hier nicht nur der Kommunikation, sondern eröffnen gerade dort, wo die Infrastruktur am schlechtesten ist, viele neue Möglichkeiten. Das gilt zum Beispiel für die Landwirtschaft.

Mobiles Wirtschaftswunder

Gerade dort, wo die Infrastruktur am schlechtesten ist, eröffnen Handys völlig neue Möglichkeiten. Das gilt zum Beispiel für die Landwirtschaft. Die meisten Afrikaner sind Bauern – durch die Handys seien sie wettbewerbsfähiger geworden, erklärt Innocent Mungi von der tansanischen Regulierungsbehörde für Kommunikation TCRA. „Die Bauern mussten früher meilenweit bis zum nächsten Markt reisen, um ihre Produkte zu verkaufen. Jetzt können sie über ihr Handy Preise mit den Kunden verhandeln und die Kunden können direkt zu den Bauern kommen“, sagt Mungi. Die Bauern würden so mehr Geld verdienen als früher. Landwirte und Fischer können per Handy Marktpreise und Wetterdaten abfragen und so ihre Geschäfte profitabler organisieren. Auch Händler sind unterwegs erreichbar und können schneller disponieren.

Handys ersetzen Bankkonten

Die Mehrheit der Afrikaner hat kein Bankkonto. Übers Handy können sie trotzdem preiswert Geld überweisen und sogar kleine Kredite aufnehmen. „Dank des mobilen Bankings müssen die Leute nicht mehr so weit reisen oder zur Bank gehen – sie holen einfach bei einem Shop auf der Straße Geld oder überweisen von ihrem mobilen Bankkonto. Das hat die Armut erheblich verringert“, so Telekommunikations-Experte Mungi aus Tansania. Zu den erfolgreichsten „Mobile Banking“-Projekten gehört derzeit M-Pesa, ein System des kenianischen Unternehmens Safaricom. 2007 in Kenia gestartet, nutzen mittlerweile Millionen Menschen in Ostafrika M-Pesa. Nachahmer gibt es in Südafrika und Uganda.

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