Alles unter Kontrolle: Ablauf eines erotischen Fotoshootings

Foto: Alexander Vejnovic

Idealerweise ist während des Shootings eine Visagistin zugegen – bei mir gibt es kein Aktshooting ohne Visagistin. Sie ist zuständig fürs Make-up und Haarstyling und stimmt passend zu verschiedenen Outfits das jeweilige Styling ab. Darüber hinaus gibt sie als Frau natürlich Sicherheit in dieser nicht alltäglichen Situation und unterstützt mich fortlaufend während des Shootings. Nach dem Styling sollte es nicht gleich zur Sache gehen, sondern ein kleines Warm-up – erst mit Portraitfotos und anschließend mit Dessousfotos – reduziert die Scheu vor der Kamera.

Ich empfehle zudem das Mitbringen eigener Musik, denn nichts macht lockerer als eine musikalische Untermalung mit den persönlichen Lieblingssongs. Ich zeige und bespreche zwischen den Shootings die jeweiligen Ergebnisse, denn das sorgt für Transparenz und gibt auch zunehmend mehr Vertrauen in die eigene Ausstrahlung. Und Selbstvertrauen ist ein wichtiger Faktor bei Aktshootings.

Das Auge des Betrachters und die eigene Sicht der Dinge

Trotz ausführlicher Vorgespräche sind die meisten Frauen vor dem Shooting und auch noch in der Anfangsphase aufgeregt und befangen. Fast immer steht der Anspruch an Makellosigkeit als Hemmschuh im Weg. Aber ganz ehrlich: Modelmaße und ideal verteilte Kurven garantieren noch lange keine perfekten fotografischen Ergebnisse. Anders herum wird ein Schuh daraus, denn für perfekte Ergebnisse sind besagte Modelmaße unerheblich. Ein professioneller Fotograf, der Aktfotografie im Repertoire hat, wird bei seinen Shootings den Blick immer auf das Schöne lenken und so Schwachstellen im Verborgenen lassen. Quasi ohne Retusche, die ich übrigens grundsätzlich auf ein absolutes Minimum beschränke. Neben dem Spiel mit Licht und Schatten bei der Schwarz-Weiß-Fotografie gibt es noch weitere optische Kniffe und Jungbrunnen-Tricks, die ich Photoshop & Co vorziehe.

Wie eine Visagistin kleine Makel verschwinden lassen kann

Viele Kundinnen berichten, dass sie sich in der letzten Phase des Shootings, wenn tatsächlich alle Hüllen ganz oder weitgehend fallen, überhaupt nicht unwohl fühlen. Selbst dann, wenn sie zu Beginn total angespannt waren, sorgt das behutsame Vortasten zum eigentlichen Aktshooting für eine vertrauensvolle Atmosphäre und eine gelöste Stimmung. Die Kunst als Aktfotograf besteht darin, trotz der Nacktheit nicht alles auf dem Präsentierteller zu zeigen, sondern der Fantasie Spielräume zu lassen. Dabei hilft mir die Visagistin beispielsweise mit so profanen Mitteln wie Vaseline und Wasser aus der Sprühflasche. Die so erzeugten perlenden Wassertropfen auf glänzender Haut haben eine verblüffende Wirkung: Sie lassen jede Haut perlfrisch, glänzend und vollkommen erscheinen. Auch durch Einölen oder aber Abpudern bestimmter Körperpartien und spezielle Körperhaltungen lassen sich überraschende optische Effekte erzielen. Sicher hat jeder Fotograf seine eigenen Vorlieben; ich bevorzuge bei erotischen Shootings die sehr ästhetische und akzentuierte Sprache von Schwarz-Weiß-Aufnahmen.

Wenn meine Kundinnen schließlich ihre Foto-CD mit nach Hause nehmen, sind sie glücklich, diesen Schritt gewagt zu haben und freuen sich absolut über die ungewohnten Blickwinkel. Und genau so sollte es sein, das ist das Ziel eines erotischen Shootings: Es soll Freude machen und diese Freude und Zufriedenheit mit dem Ergebnis – und somit letztlich auch mit sich selbst – auf Dauer bewahren.

Beitrag von Alexander Vejnovic, Fotograf

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