Nackte Tatsachen?

Foto: Alexander Vejnovic

Erotische Fotografie zeigt alles andere als das! – Seriöse Aktfotografie hat mit Fotos aus der Schmuddelpornoecke in etwa so wenig Gemeinsamkeiten wie Malerei als Gattung der bildenden Kunst mit Malen nach Zahlen. Während ein professioneller, künstlerisch arbeitender Aktfotograf die Persönlichkeit erotisch inszeniert, zeigen banale Nacktfotos schlichtweg nackte Haut, und davon schonungslos möglichst viel.

Nun ist nackte Haut an sich alles andere als verwerflich. Schon der französische Maler Paul Gauguin, der als Avantgardist des Expressionismus gilt, würdigte den Liebreiz nackter Weiblichkeit mit den Worten: „Am schönsten sind die Frauen so, wie Gott sie erschaffen hat; die Schneider können sie nur verderben.“ Ein Zitat, das Frauen verinnerlichen sollten, bevor sie sich der Herausforderung erotischer Fotografie stellen. In der Tat sind es überwiegend Frauen und nur sehr selten Männer, noch seltener Paare, die nicht nur mit dem Gedanken an ein Aktfoto-Shooting spielen, sondern auch einen Termin machen – so jedenfalls meine Erfahrung aus langjähriger Praxis.

Für IHN? Oder für SIE? Aktfotos als Geschenk

Es gibt in meinem Fotostudio zwei klassische Motivationen für Aktfotos. Oft sind sie als Überraschung für den Partner gedacht – typische Männergeschenke mit Erfolgsgarantie sozusagen. Sehr häufig aber möchten Frauen erotische Fotos auch hauptsächlich für sich selbst. Es einfach mal wagen, sich sexy zu zeigen, eine andere Seite von sich selbst präsentieren. Die Hüllen im doppelten Sinne fallen lassen, Körper und ein Stück Seele unverhüllt zur Schau stellen. Was auch immer der persönliche Antrieb ist, die Umsetzung erfordert fast immer Überwindung. Vom ersten Gedanken über konkretes Interesse bis zum realen Shooting brauchen Frauen Zeit und sollten sich diese auch nehmen. Schließlich gilt es, einen Fotografen für erotisch-ästhetische Fotografie zu finden, bei dem alles passt. Die Chemie muss stimmen, der Fotograf sollte sein Handwerk beherrschen, über ein geeignetes Studio und professionelle Ausrüstung verfügen und – ganz wichtig! – während des Shootings mit einer Visagistin zusammenarbeiten.

Romantisch, kühl oder gewagt: Sie bestimmen Stil und Look

Die richtige Grundeinstellung hilft, sich zu entspannen und sich dem Können des Fotografen und der Visagistin anzuvertrauen. Auch eine bewusste Erwartungshaltung trägt zu mehr Gelassenheit bei. Wie sehe ich mich, wie will ich gesehen werden? Und was sollen die Fotos über mich aussagen? Sich diese Fragen ehrlich zu beantworten, weist schon einmal die Richtung, in die das Shooting gehen soll. Für romantische und ein wenig verspielte Fotos werden Sie andere Posen einnehmen und andere Wäsche wählen als für die kühlere, mondäne Variante oder für erotisch-gewagte Shootings. Schon im Vorfeld sollte Ihr Fotograf die Details telefonisch mit Ihnen absprechen. Den gewünschten Look und mögliche Outfits zu konkretisieren gelingt am besten beim Sichten und Vergleichen vorhandener Bildergalerien. Und dann naht irgendwann der Termin, es darf losgehen!

Beitrag von Alexander Vejnovic, Fotograf

Lesen Sie hier nächste Woche den 2. Teil zum Thema „Erotische Fotografie“.

 

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