Menstruationstasse: wer kennt sich aus?

Zufällig bin ich vor einigen Tage im Internet auf etwas Spannendes gestossen: die Menstruationstasse (Ladycup). Schon dieser Ausdruck löste bei mir Stirnrunzeln aus. Menstruationstasse?? Was ist das denn?

Nun, wir der Name nahelegt hat es mit Menstruation zu tun. Es handelt sich um einen Kelchänlichen Becher den Frau anstelle von Tampons während der Mens verwenden kann.

Was mir auf Anhieb gefallen hat ist die Optik der Menstruationstasse (MT). Diese ist in verschiedensten Farben und Grössen erhältlich, zudem gibt es dazu sehr hübsche Aufbewahrungstäschchen.

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Ladyplanet – natürlich Frau sein

Aber abgesehen von der Optik: was ist denn nun eine Menstruationstasse?

Das Tampon saugt die Regelflüssigkeit im inneren des Körpers auf, die MT hingegen speichert die Flüssigkeit. Das Tampon wird nach Verwendung im Müll entsorgt, die MT wird „ausgewaschen“. Ehrlich gesagt klingt das etwas eklig. Zudem kann ich mir nicht richtig vorstellen wie die MT, wenn sie dann mal voll ist, rausgenommen wird?

Was sind denn die Vorteile dieser „Tasse“?

Ich denke in erster Linie ist die MT sicher auf Dauer preiswerter als Tampons. Letztere kosten pro Packung zwischen 6 bis 8 Franken. Die MT kostet ca. 45.–. Jedoch hält diese angeblich mehrere Jahre.

Es ist aber schwierig langjährige Gewohnheiten zu verändern.

Wie gesagt, meine erste Reaktion als ich über die MT gelesen haben war „ihgitt…wie geht das denn“ ?

Aber ich habe dann ein bisschen im Internet rumgesurft und festgestellt dass die Feedbacks der Frauen die die MT ausprobiert haben, sehr positiv sind.

Gibt es denn unter euch welche die bereits Erfahrungen gesammelt haben?

Könnt ihr die MT empfehlen?

Ich bin noch ein bisschen im Zweifel und wäre froh um eure Hilfe….

 

3 Kommentare zu Menstruationstasse: wer kennt sich aus?

  1. Liebe Nova
    Mit „keine Verbindung nach aussen“ meine ich, dass eben kein Faden oder so was unten raushängt. Die Tasse ist wirklich eine Tasse, d.h. sie ist unten geschlossen (läuft konisch in eine „Spitze“ zu). Bei meinem Modell (DivaCup) hat es unten so einen kleinen „Zapfen“, eine kleine Verlängerung aus Silikon, an welcher du sie herausziehen kannst. Allerdings empfiehlt sogar der Hersteller selbst, dass man diesen „Zapfen“ auch wegschneiden kann, falls man ihn ein wenig spürt, wenn die Cup drin ist. Ich hab den „Zapfen“ weggeschnitten (ACHTUNG: die Tasse muss natürlich unten zu bleiben! :-)), weil er mich wirklich störte. Selbstverständlich kannst du die Tasse trotzdem rausnehmen. Du greifst einfach mit Daumen und Zeigefinger in die Scheide rein und ziehst sie raus. Wenn sie voll ist, liegt sie meist etwas weiter unten in der Scheide gegen den Ausgang hin. An schwachen Tagen ist sie weiter oben. Aber du kannst sie leicht mit deinen Scheidenmuskeln nach unten stossen und sie dann rausziehen. Aber keine Sorge, sie fällt dir nie unten raus, weil sie sich ja leicht an den Scheidenwänden festsaugt. Wenn du sie schön grade rausziehst, läuft auch nichts über. Ich mach es meist in der Dusche, dann kommt es eh nicht drauf an, falls ich sie mal kippe und etwas ausläuft. Und dann kann ich mich gleich noch waschen und fühl mich frisch und sauber, wie an Tagen ohne Mens. Es geht aber auch ganz gut auf dem Klo, vorausgesetzt, du hast gleich neben dem Klo ein Waschbecken, das du im Sitzen erreichen kannst. Du nimmst die Tasse auf dem Klo sitzend raus und entleerst sie gleich ins Klo, nachher wäschst du die Tasse im Waschbecken aus und setzst sie gleich wieder ein. Ist alles wirklich nur Gewohnheits- und Übungssache. Wegen der Grösse: bei DivaCup gibts in zwei Grössen, die kleine wird empfohlen für Teenager und ganz junge Frauen, die noch nicht vaginal geboren haben, die grosse für alle anderen. Ich hab nicht vaginal geboren (hätte ich gerne, ging aber nicht) und habe dennoch die grosse genommen, die sehr gut passt (bin ja auch kein Teenager mehr). Es kommt vermutlich nicht soooo drauf an, da die Tasse sehr weich und anschmiegsam ist. Also wohl eher die grössere nehmen, da sonst wohl die Gefahr besteht, dass etwas ausläuft, wenn die Tasse dann zu klein ist und sie sich nicht richtig in die Scheide einfügen kann.
    Ein weiterer, für mich sehr angenehmer Nebeneffekt der Tasse ist übrigens, dass man während der Tage überhaupt nichts riecht. Ich mag den Geruch des Mens-Blutes nicht besonders. Weil aber gar nichts ausläuft, wenn die Tasse drin ist, riecht man auch überhaupt nichts. Und gerade wenn du mal den ganzen Tag unterwegs bist, brauchst du dir überhaupt keine Gedanken zu machen, ob du genug „Material“ dabei hast. Bei mir war es so, dass ich, als ich noch Tampons benutzte, bei jedem Klogang den Tampon wechseln musste (auch wenn er nicht voll war), weil ja der Rückholfaden unweigerlich feucht wurde und nachher das Blut dennoch auslief. Du siehst: ich bin von meiner Cup voll überzeugt (lach)… Nimm dir einfach die ersten paar Male, wenn du die Cup einsetzst oder auswechselst, genügend Zeit. Denn am Anfang musste ich auch etwas probieren und üben, kriegte ich die Cup auch nicht auf Anhieb rein (das Rausnehmen ist nicht schwierig!). Wenn du dann Zeitdruck hast oder sonst gestresst wirst, geht das Einsetzen nicht gut, weil man sich dann etwas verspannt und dies vor allem im Scheidenbereich. Also einfach ruhig bleiben, über sich selbst lachen und es ruhig versuchen, bis es klappt. Nach vier, fünf Mal gehts schon ganz leicht. Falls du eine Tasse kaufst und sie ausprobierst, schreib doch kurz, wie du damit zurechtkommst 🙂
    Viel Spass und liebe Grüsse – Cornelia

  2. hallo cornelia, vielen dank für dein aufschlussreiches feedback. vielleicht werde ich das mit der mt mal ausprobieren. du schreibst, dass die mt keine verbindung nach aussen hat, wie nimmst du das teil den heraus? vor allem wenn die mt voll ist? wenn die mt herausgezogen wird, fliesst da kein blut raus?
    wie finde ich die richtige grösse für mich? ausprobieren ist denke ich aus hygienischen gründen eher nicht möglich…

  3. Ich benutze schon seit Jahren eine Menstruationstasse (und muss immer noch über die Bezeichnung lachen). Also: es ist wohl das Genialste, was es für die Mens-Tage gibt. Kein Tampon, wirklich keiner, kann damit konkurrieren. Auch an ganz starken Tagen setzst du sie am Morgen ein und kannst alles bis zum Abend vergessen. Und auch die Nacht durch gibts kein Theater. Sport, Schwimmen (!), alles kein Problem, weil wirklich nichts ausläuft und nichts reingeht! Ein Tampon hat immer noch den Rückholfaden. Wenn der mal feucht wird, läuft das Blut daran runter. Das ist einfach eine physikalische Tatsache. Bei der Tasse gibts keine Verbindung nach aussen, es kann also auch nichts auslaufen. Das Rausnehmen (am besten in der Dusche), auswaschen und wieder einsetzen braucht ein wenig Übung, geht aber schon nach wenigen Malen ganz leicht. Ist einfach Gewohnheitssache. Die Tasse sitzt meist so gut (sie „saugt“ sich etwas in der Vagina fest und bleibt so gut an ihrem Platz), dass ich sie vergesse. Und noch was: wenn dein Partner einen eher kleinen, nicht so umfangreichen Penis hat, könnt ihr Spass haben miteinander, auch wenn die Tasse drin ist! Da verrutscht nichts und die Tasse ist kaum zu spüren. Mit einem „grossen“ Partner geht das allerdings nicht :-). Ich wünsch dir viel Spass mit der Tasse!

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