„Taten statt Worte“

Unsere Delegiertenversammlung vom 17. Mai stand unter dem Motto „Taten statt Worte“. Mit dem Thema „Energiewende“ wollen wir den Worten die im vergangenen Jahr an der Veranstaltung in Zürich von Bundesrätin Doris Leuthard gehört wurden, nun auch Taten folgen lassen.
Unser Vorstandsmitglied Barbara Schmid-Federer Nationalrätin, hat in ihrer Grussbotschaft Beispiele aufgezeigt, wie sich Frauen nicht nur in der Politik, sondern auch im Alltag für die Energiewende einsetzen im Bereich der Effizienz. Auf der anderen Seite sind es leider auch Frauen, die aus Gründen der Sicherheit verschwenderische Gelände-limousinen anschaffen, welche der Umwelt grossen Schaden zufügen. Frauen sind wichtige Entscheidungsträgerinnen bei der Anschaffung von Haushaltgeräten. Es ist wichtig, dass beim Einkauf auf die Effizienz geachtet wird, kann doch damit bis 40% Strom gespart werden. Barbara Schmid-Federer kam auf die unbefriedigende Situation im Arbeits markt zu sprechen, in dem die Frauen in energiewirtschaftlichen Berufen stark untervertreten sind. Jungen Frauen soll beim Entscheid über Beruf und Studium diese spannende Berufsrichtung schmackhaft gemacht werden. Der SVIN der Verband der Technikerinnen und Ingenieurinnen, der alliance F angeschlossen ist, arbeitet seit über 20 Jahren erfolgreich daran, junge Frauen für diesen Berufszweig zu motivieren.

Die Aufmerksamkeit des Publikums haben Daniel Büchel, Vizedirektor BFE und Daniela Bomatter, Geschäftsführerin des Aktionsprogramms des Bundes „energie schweiz“ geweckt. Energie Schweiz ist eine Beratungsplattform bei der jede Person auf www.energieschweiz.ch einen Energiecheck machen kann in den Bereichen Heizung-Warmwasser, Elektizität, Mobilität , um so den eigenen Energieverbrauch zu erfahren. Die Folien der Referate sind auf der Website von alliance F aufgeschaltet.

Gallus Cadonau, Solaragentur Schweiz, zeigte die Fakten im Energiebereich auf. Die Gebäude verbrauchen 50% der gesamten Energie und 80% davon ist Verschwendung. Hier liegt ein enormes Potential insbesondere mit PlusEnergieBauten. Er plädiert dafür, dass mehr auf Gebäudesanierungen und die Nutzung erneuerbarer Energien gesetzt wird. Leider werden mit der kostendeckenden Einspeisevergütung KEV vom Bund vor allem Kleinwasser-kraftwerke gefördert, also weitere Flüsse trocken gelegt, obwohl diese nur minimal zur Energiewende beitragen.

Beim Podiumsgespräch, das wie immer von Helen Issler, unserer Co-Vizepräsidentin fachlich auszeichnet geführt wurde, nahm neben den Referentinnen und Referenten auch Suzanne Thoma, CEO der BKW Gruppe teil. Suzanne Thoma, welche mit Mühleberg das erste AKW abschalten wird, plädierte dafür, dass Entscheide auf Wissen und Wirtschaftlichkeit basieren und klug vorbereitet werden.
Der Ida Somazzi-Preis wurde dieses Jahr von deren Präsidentin Ruth- Gaby Vermot-Mangold, alt NR, an die Rapperin Steff La Cheffe übergeben. Sie hat mit zwei Kostproben aus ihrem Programm die Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung total begeistert. Grossen Applaus erhielt auch Michèle Roten die eine launige Laudatio hielt.

Einige unserer Mitgliedorganisationen haben in den vergangenen Wochen ihre Delegiertenversammlungen durchgeführt. AUF Arbeitsgemeinschaft unabhängiger Frauen und Männer haben ihren Namen geändert: Neu ab 1. Januar 2015 Pro Single Schweiz-Die Interessengemeinschaft der Alleinstehenden. Der Verein setzt sich für die Interessen aller Alleinstehenden in der Schweiz ein. Er fordert die rechtliche, soziale und gesellschaftliche Anerkennung ihres Status und engagiert sich gegen ihre Diskriminierung insbesondere im Bereich der Sozialversicherungen, der Steuern und des Erbrechts. Ihre Präsidentin Sylvia Locher arbeitet engagiert mit alliance F zusammen.

Die Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern ist von 1994 bis 2006 im privaten Sektor langsam aber stetig von 23.8 auf 19.1 gesunken. Die neuesten Zahlen des Bundes zeigen, dass die Entwicklung seither stagniert und 2012 immer noch 18.9% betrug. Das EBG wird an einer Veranstaltung informieren, welche neuen Kontroll-mechanismen angewendet werden sollten. Auf der anderen Seite werden die Frauen nächstes Jahr den Tag der Frau dazu nutzen, um lautstark auf diese Ungerechtigkeit hinzuweisen. Auf Sa. 7.3. 2015 wird eine Demonstration auf dem Bundesplatz geplant. Es ist nicht zu akzeptieren, wenn der Präsident des Arbeitgeberverbands, Roland Müller behauptet, dass das Lohngefälle zwischen Mann und Frau auf eine andere „innere Einstellung“ zurückzuführen sei. Es seien eben eher Männer, die Arbeitszeiten „weit über 8 Stunden hinaus“ zu leisten bereit seien, sagte Müller. Frauen seien nicht bereit , höhere Anstrengungen im Beruf auf sich zu nehmen, und das lasse sich leider nicht beeinflussen. Es ist kein Witz – wie jener von BR Ueli Maurer – aber Präsident Roland Müller irrt sich: gerade die Frauen, die mehr Verantwortung im Job übernehmen, verdienen im Vergleich zu den Kollegen viel weniger.

Wir werden an der Präsidentinnenkonferenz am 19. November sicher auf dieses Thema zurückkommen. Dort wird auch meine Nachfolge als Präsidentin geregelt. Wir sind auf gutem Wege, eine Lösung zu finden, die Sie sicher freuen wird. Vorgängig zur Präsidentinnenkonferenz werden wir Sie zu einer ausserordentlichen Delegierten-versammlung einladen. Merken Sie sich das Datum schon heute: 19. November 2014, in Zürich (Ort und Zeit werden mit der Einladung bekanntgegeben).

Ich freue mich, Sie am 19. November zu empfangen, wünsche Ihnen einen schönen Sommer und grüsse Sie herzlich
aNR Rosmarie Zapfl, Präsidentin alliance F

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