Plötzlich Expat 5

© B. Isliker

Liebesgrüsse aus Hong Kong: wöchentliche Episoden / gekürzte Erfahrungsberichte über meine Zeit als Expat in der momentan drittgrössten Metropole China‘s. 

260 Inseln zu entdecken. In Hong Kong gibt es unglaublich viel zu entdecken: Museen, Tempel, Kunstaus-stellungen, Antiquitätenläden, luxuriöse Shopping-Center, Parkanlagen, Märkte, Inseln mit wunderschönen Stränden. Allein das Eintauchen in eine Nebengasse kann ein Abenteuer sein. Jedes Wochenende nehmen wir uns etwas vor, auch weil wir dem „Hochhaus-Dschungel“ vom Norden der Insel entfliehen möchten.
Es gibt Hunderte von Inseln, auch winzig klein und unbewohnt. Hongkong Island ist die bedeutendste, neben der grösseren Lantau Island, wo der Flughafen stationiert ist. Auch die „Discovery Bay“ liegt auf Lantau Island, von der viele Expats per Boottransport zur Arbeit pendeln: eine etwas künstlich wirkende Ansiedlung von Häusern und Appartements, die viele Europäer mit Kindern als Wohnsitz nehmen, da die Mietzinse dort günstiger sind und es teilweise autofrei ist und nur mit Golfcarts befahrbar. Andere autofreie Inseln wie die Cheung Chau-Insel oder Lamma Island bieten ruhigere Strände, die Bootsfahrt dauert bei Cheung Chau zwar etwas länger, aber es lohnt sich. Es sind kleine, entspannte Inseln, typisch chinesisch, voller Fischerboote und einfachen Restaurants am Wasser mit einem Hauch von Hippie-Atmosphäre.

Hong Kong Island:

Mein Mann und ich lieben die Gegend von Shek O im Süd-Osten von Hong Kong Island, wo es tolle Strände gibt. Aber auch der palmenverwöhnte Süden der Insel ist wunderschön: Man fühlt sich fast ein wenig wie in Italien oder Monaco: Mediterranische Gegend, buschige Hügel, kurvige Strassen, protzige Villen mit herrlichem Ausblick auf glitzernde Meeresbuchten. (Direkt nach Monaco ist Hong Kong übrigens auch die bevölkerungsreichste Zone der Welt) Es gilt zu entdecken: Die Deep Water Bay mit Golfplatz, der fast ans Meer angrenzt. Die Repulse Bay, die nicht nur einen schönen Strand bietet, sondern dank Tempel mit riesigen Götterfiguren ein interessantes Ausflugsziel ist. Zum Beispiel „Kwun Yam“, der Göttin der Barmherzigkeit, der dieser Tempel gewidmet ist und „Tin Hau“, der Meeresgöttin und Schutzpatronin der Fischerleute, die auch hier – wie in vielen anderen Plätzen in Hong Kong – über die Bucht wacht. Während weiter draussen im Meer Fischerboote wie auch schmucke Yachten parken, stehen die Chinesen Schlange, um dem Buddha über den Bauch zu streicheln. Sie erhoffen sich dadurch Reichtum. Auch die „Longevity Bridge“ ist sehr populär: Mein Mann und ich rennen eifrig hin und her, da es heisst, man würde mit jeder Brückenüberquerung drei Tage länger leben.

Der auffällige, blau-pink-gelbe Appartementblock ist ebenfalls berühmt und dank seinem fehlenden „Puzzlestück“ nicht zu übersehen: Mitten drin ist ein riesiges Loch, welches extra für den Drachen gelassen wurde. (Der anscheinend direkt hinter dem Hügel wohnt, somit wurde seine Meeressicht nicht gestört und bringt kein Unglück). Das beweist, wie wichtig den Chinesen das Feng Shui ist, immerhin mussten die Investoren deshalb Millionen von Hongkong Dollars an Mietzinseinnahmen abschreiben.

Der Name „Repulse Bay“ stammt aus dem Englischen „to repulse“ (zurücktreiben/abwehren) und bezieht sich auf das britische Kriegsschiff HMS Repulse, welches damals in Hong Kong Piraten jagte.

Ebenfalls lohnenswert für einen Besuch ist der „Stanley Market“, in der Südspitze der Insel. Stanley ist ein relaxter Ort, der nach einem früheren Kolonialminister benannt wurde. Direkt beim Markt hat es eine gemütliche Bucht für Touristen mit vielen westlichen Restaurants und Al Fresco Tischen am Pier entlang. Auch hier gibt es relativ saubere Sandstrände mit Grillplätzen.

© B. Isliker
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Liebesgrüsse aus Hong Kong: wöchentliche Episoden / gekürzte Erfahrungsberichte über  meine Zeit als Expat in der momentan drittgrössten Metropole China‘s.  by schreiberling.co.uk

 

 

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