Plötzlich Schwanger 5

In anderen Umständen….nach einem One-Night-Stand! Ein Dialog zweier Freundinnen über die verrücktesten neun Monate im Leben einer Frau.

Sven – 28. Woche (Noch 12 Wochen bis zum Tag X)  Meine Freundin Pixxi ist unterdessen im letzten Trimester, der Geburtstermin rückt immer näher. Wir treffen uns im Garten unserer Lieblingsbar, sie trinkt ein Mineralwasser, ich ein Glas Weisswein. Pixxi trägt ein buntes, wallendes Hippie-Kleid und begrüsst mich herzlich.

„Pixxi, du siehst toll aus! Wie geht es dem kleinen Molch?“ frage ich lächelnd und betaste zögernd ihren riesigen Bauch: Es sieht so aus, als ob Pixxi eine Wassermelone verschluckt hätte.

„Blendend! Uns geht’s blendend! Aber nenn ihn nicht Molch. Es ist eine „Sie“ und sie mag diese Bezeichnung gar nicht.“

„Wow! Gratuliere! Eine Tochter!“ Ich bin fast ein wenig neidisch. Als Mutter von zwei Söhnen habe ich jetzt endlich die Gelegenheit, all die süssen Kleidchen zu kaufen, die ich in den Shops bis anhin stets bewundern, aber nie kaufen durfte.

„Und wann lerne ich endlich deinen Freund kennen?“ frage ich gespannt.

„Sven? Der sitzt da hinten…“ sie zeigt mit dem Finger in Richtung Gartenhecke.

Ich schnelle mit dem Kopf herum und starre auf einen Typen, der mich von weitem anlächelt. Wahrscheinlich lächelt er nicht mich an, sondern Pixxi. Aber egal, ich starre ihn an und er starrt jetzt zurück. So so. Das ist also der Erzeuger des Molchs. Das ist der Typ, der das Kondom sabotierte, nur damit er mir meine beste Freundin wegstehlen konnte.  Der Mann, der eine solche Macht auf Pixxi ausübt, dass sie sich selbst nicht wiedererkennt. Sven, alias Sebastian oder wie auch immer. Der Banker.

Laut sage ich: „Er sieht gar nicht aus wie ein Banker.“

„Nicht wahr?“ Pixxi grinst mich stolz an. „Ich hätte es ihm auch nie abgekauft. Wir hatten erst „danach“ über unwichtige Details wie Berufsleben und dergleichen diskutiert. Und da war’s offensichtlich schon zu spät.“

„Krass!“, sage ich. Ich ertappe mich in letzter Zeit immer öfters dabei, wie ich die Sprache meiner Söhne annehme.

„Und wie sieht es jetzt mit euren Hochzeitsplänen aus?“ frage ich und schiele zum Banker, der aussieht, als ob er tatsächlich ganz in Ordnung wäre.

„Wir sind uns nicht einig. Ich will nicht, dass er sich unter Druck fühlt, nur weil ich… du weisst schon. Wir sollten es auf uns zukommen lassen. Ganz vernünftig und ganz realistisch. Er hingegen will es ganz romantisch und ganz altmodisch. Wahrscheinlich liegt es an seiner Erziehung.“

„Klar, seine Eltern sind an allem schuld.“

„Genau.“

„Sie werden dich lieben.“

„Hoff ich doch.“

„Ihr müsst es ihnen sagen.“

„Irgendwann.“

„Bald.“

„Jetzt fängst du auch noch an!“ beschwert sich Pixxi.

Ich höre, wie der Banker in die Hände klatscht und mich angrinst, dann den Daumen hoch hält. Es ist offensichtlich, dass er auf meine Unterstützung gehofft hat. Ich kann nicht anders, ich muss zurücklächeln. Es ist das erste Mal, dass ich einen Banker anlächle.

 

             Fortsetzung folgt …5/8                                                         

„Plötzlich Schwanger“ – Teil 1

„Plötzlich Schwanger“ – Teil 2

„Plötzlich Schwanger“ – Teil 3

„Plötzlich Schwanger“ – Teil 4

aus   “Frauengeplapper” – by schreiberling.co.uk

 

    

                                                                                          

                                                                                                         

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