„ECHO“ – Ein Song für Mädchen

Noch immer müssen Millionen Mädchen sterben, nur weil sie weiblich sind. UNICEF macht am 25. November – dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen –  auf die systematische Diskriminierung von Mädchen aufmerksam. Im Rahmen der diesjährigen UNICEF Kampagne erheben neun Schweizer Sängerinnen mit dem Song «Echo» ihre Stimmen gegen Gewalt an Mädchen.

In vielen Teilen der Welt haben Mädchen keine Chance. Jährlich verlieren 1.5 bis 3 Millionen Mädchen und Frauen durch geschlechtsspezifische Gewalt und Vernachlässigung ihr Leben. Gewalt an Mädchen und Frauen ist eine der häufigsten und am weitesten verbreiteten Menschenrechtsverletzungen. «Die systematische Diskriminierung findet ihren Ausdruck häufig in Praktiken, die Mädchen in schwerwiegender Weise benachteiligen, wie zum Beispiel in der Genitalverstümmelung, der mangelnden Versorgung mit Nahrung oder medizinischer Betreuung oder der gezielten Abtreibung weiblicher Föten», sagt Elsbeth Müller, Geschäftsleiterin von UNICEF Schweiz.

Zunehmendes Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern

UNICEF schätzt, dass über 100 Millionen Mädchen und Frauen aufgrund von diskriminierenden Präferenzen nicht am Leben sind. Die Ursachen für diesen traurigen Missstand sind vielfältig und haben soziale, religiöse, kulturelle oder politische Hintergründe. In vielen Ländern der Welt ziehen Eltern männliche Nachkommen weiblichen vor, weil Buben für ein besseres Einkommen sorgen oder einfach in der Kultur ein höheres Ansehen geniessen. Demgegenüber haben Mädchen oft keine Chance und gelten vielerorts als Belastung. Insbesondere im asiatischen Raum nimmt das Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern alarmierende Ausmasse an. Während beispielsweise in Indien Mädchen im frühen Kindesalter sterben, weil sie vernachlässigt, ungenügend ernährt, bei Krankheit zu spät behandelt oder getötet werden, kommen sie in China oft gar nicht erst zur Welt. Die Ein-Kind-Politik hat zu unzähligen Abtreibungen weiblicher Föten geführt, da Eltern, vor die Wahl gestellt, einen Sohn vorziehen.

Mädchen haben ein Recht auf Gleichbehandlung

Diskriminierung und Gewalt haben in der Regel irreparable Konsequenzen für Mädchen. Umgekehrt ist die Erfüllung der Rechte von Mädchen – Recht auf Gesundheit, auf Bildung und Schutz vor Gewalt und Missbrauch – der beste Weg, ihnen die Entwicklung ihres physischen, emotionalen, ökonomischen und sozialen Potenzials zu ermöglichen. Die Investition in Mädchen und in ihre Rechte ist ein moralisches Gebot, lohnt sich aber auch aus gesellschaftspolitischer und ökonomischer Sicht.  Denn gut ausgebildete, gleichberechtigte Frauen stützen und ermöglichen eine nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung.

UNICEF engagiert sich weltweit in verschiedenen Programmen für den Schutz und die Unterstützung für von Gewalt betroffene Mädchen, für eine bessere gesellschaftliche Stellung von Mädchen und Frauen sowie für die Einhaltung und Umsetzung der Kinderrechtskonvention. Dabei sind  regionale Bildungs- und Aufklärungsprogramme von zentraler Bedeutung. Denn gebildete Mädchen haben eine Chance, die Spirale von Armut und Diskriminierung zu durchbrechen und sind weniger gefährdet. Sie können eigenständige Entscheide treffen und Unterernährung, Missbrauch, Ausbeutung und Krankheit entgegenwirken.

«Echo» – Ein Song gegen Gewalt an Mädchen

UNICEF macht auf das «Fehlen» von Mädchen aufmerksam und ruft dazu auf, das Unrecht gegen Mädchen zu bekämpfen. Im Rahmen der diesjährigen Kampagne erheben neun Schweizer Sängerinnen ihre Stimmen gegen Gewalt an Mädchen: BigZis, Emel, Heidi Happy, Francine Jordi, Anna Känzig, Lyn M., Eliane Müller, Angie Ott und Sina  singen gemeinsam den Song «Echo». Der Song beschreibt den bangen Moment der Geburt, wenn die Mutter erfährt, dass es ein Mädchen ist. Er beschreibt das Fehlen eines Familienmitglieds und wie die Familie dies verdrängt. Und er fragt, was aus den fehlenden Mädchen hätte werden können, wenn sie leben würden. Der Refrain macht immer wieder deutlich, dass die Mädchen endgültig verschwunden sind und von ihnen nichts bleibt als eine diffuse Erinnerung, ein Echo das nachhallt. Produziert wurde der Song von Erfolgsproduzent Roman Camenzind.

Wer das Engagement der Sängerinnen für die Mädchen weltweit unterstützen möchte, erhält den Song gegen eine Minimalspende von CHF 5.- auf der Webseite www.echo-der-maedchen.ch  zum Download

Quelle: Unicef Media

 

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