„NEIN zu Gewalt an Frauen“

Anlässlich des 25. November, dem Internationalen Aktionstag „NEIN zu Gewalt an Frauen“, startet die Fahnenaktion von TERRE DES FEMMES dieses Jahr zum 13. Mal. Institutionen und Privatpersonen sind dazu aufgerufen, ein Zeichen zu setzen und die Fahne „frei leben – ohne Gewalt“ zu hissen. „Menschenrechtsverletzungen an Frauen sind keine Privatangelegenheit, auch wenn Sie im familiären Umfeld geschehen“, mahnt Christa Stolle, Bundesgeschäftsführerin der Organisation, an. „Es ist erschreckend, wie viele Mädchen und Frauen immer noch tagtäglich von Gewalt vor unseren Augen in unserer Nachbarschaft betroffen sind“.

2001 wehten erstmals Fahnen von TERRE DES FEMMES. Seitdem wurde ein weltweites Netzwerk geschaffen, das rund um den Aktionstag Veranstaltungen gegen Gewalt an Frauen organisiert. Inzwischen sind über 6.300 Institutionen, Verbände und Personen dabei. „Die TERRE DES FEMMES-Fahne entwickelt sich weltweit zum vereinenden Symbol für ein freies und gleichberechtigtes Leben von Mädchen und Frauen“, erklärt Christa Stolle. Viele der deutschlandweiten Veranstaltungen sind im Online-Fahnenaktionskalender eingetragen.

Weltweit ist die Menschenrechtssituation für Mädchen und Frauen immer noch alarmierend: Mehr als 140 Millionen Frauen leiden an weiblicher Genitalverstümmelung. 2010 waren weltweit 67 Millionen Frauen zwischen 20 und 24 Jahren vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet. Etwa 10.000 bis 30.000 Frauen werden jedes Jahr nach Deutschland zur sexuellen Ausbeutung verschleppt.

Allein in Deutschland haben bereits 25 Prozent der Frauen körperliche oder sexuelle Gewalt oder beides durch ihre Partner erlebt. Kaum ein Verbrechen in Deutschland wird so selten bestraft wie eine Vergewaltigung – obwohl es eine der häufigsten Formen von Gewalt an Frauen ist: Etwa alle drei Minuten wird in Deutschland eine Frau vergewaltigt! Doch nur jeder achte Täter wird verurteilt. Mit der aktuellen Unterschriftenaktion „Vergewaltigung – Schluss mit der Straflosigkeit!“ setzt sich TERRE DES FEMMES dieses Jahr zum Aktionstag für eine Reform des Gesetzes zu Vergewaltigung (§177 StGB) ein.

Der Internationale Aktionstag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ geht zurück auf die Ermordung der Schwestern Mirabal am 25. November 1960. Die drei Frauen hatten sich gegen die Diktatur in der Dominikanischen Republik gewehrt und wurden nach monatelanger Folter vom militärischen Geheimdienst umgebracht. Mit der jährlich steigenden Zahl von gehissten Fahnen wird das Vermächtnis dieser drei Frauen eindrucksvoll gewürdigt.

Quelle: Terre des Femmes / frauenrechte.de

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