Mikrokredite – ein Weg aus der Armut

Mikrokredite sind für Frauen wie Haoua Rabiou ein Weg aus der Armut. Haoua Rabiou hat kein regelmäßiges Einkommen. Sie kann weder lesen noch schreiben. Auch hat sie keine eigene Adresse. Wenn sich Haoua bei einer Bank um einen Kredit bewerben würde, würde sie jeder Mitarbeiter ablehnend aus dem Haus verweisen. Haoua lebt im Niger, einem der ärmsten Länder der Welt. Noch im letzten Jahr hatte sie keine Vorstellung, dass sie trotz ihres kargen Einkom- mens Geld sparen könnte.

Noch wusste sie, wo sie sich Geld hätte leihen können, um eine Ziege zu kaufen. „Mein gesamtes Geld musste ich für Essen ausgeben. Mir blieb nichts übrig“, sagt Haoua. So wie Haoua Rabiou geht es Millionen Frauen weltweit. Sie alle wollen mit anpacken, wollen sich und ihre Familien selbstständig aus der Armut reißen. Damit sie dies können, stellt ihnen CARE mit Finanzierung durch Daimler Financial Services (DFS) Mikrokredite zur Verfügung.

Doch nicht allein das: In Vietnam beispielsweise hat CARE Sparkonzepte mit praktischen Tipps entwickelt. So lernen die Frauen, wie sie auch mit einem geringen Einkommen sparen und sich Geld für den Notfall und für größere Investitionen zur Seite legen können. Die CARE-Mitarbeiter, unterstützt von lokalen Frauenorganisationen, beraten sie, wie sie ihre Schulden zurückzahlen  können. Mit dem Kredit können sich die Unternehmerinnen mit Viehzucht, Handel und Handwerk selbstständig machen und erhalten auch dabei Starthilfe. In Südafrika wurde mit 50 Familien diskutiert und gemeinsam entschieden, wie sie Kleinkredite sinnvoll nutzen können.

Ob für Landwirtschaft, Viehzucht oder eine eigene Schneiderei: Wichtig ist dabei, dass die Familien eigene Geschäfts- pläne entwerfen, um Risiken zu erkennen und Gewinne zu optimieren. Haoua Rabiou aus dem Niger hat mit einem Kleinkredit nicht nur eine Kuh und eine Ziege, sondern auch viel Selbstvertrauen und Sicherheit erhalten. „Selbst mein Mann zollt mir Respekt, da ich jetzt auch zum Wohl unserer Familie beitrage und das Schulgeld für unsere Kinder bezahle“, sagt sie. „Durch den Verkauf der Milch habe ich jetzt zum ersten Mal genug Geld übrig, um Getreide für schlechte Zeiten zu lagern.“

 

Aus: care_affair  / care.de

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