Neulich in „einem Modemagazin“

Kürzlich bekam ich eine kostenlose Ausgabe eines Schweizer Modemagazins per Post zugestellt, dazu ein Einzahlungsschein als freundliche Aufforderung dieses Mode-Magazin zu abonnieren. An dem Ganzen ist eigentlich nichts auszusetzen, eigentlich. Ich habe natürlich die Zeitschrift durchgeblättert und mir dabei die Frage gestellt:

Sind wir eigentlich nur doch doof?

Ein Modemagazin voll mit sogenannten „Models“: 14jährige, maximal 23jährige die Mode vorführen für Frauen die deutlich älter sind (abgesehen davon sind die wirklich kaufkräftigen Frauen kaum unter den Teenagern zu suchen).  Das ist doch völlig an der Zielgruppe vorbei „beworben“? Oder nicht? Ich fühle mich jedenfalls verarscht. Als knapp 40jährige soll ich Mode kaufen die von einem Mädchen präsentiert wird die meine Tochter sein könnte! Das kann ich doch nicht ernst nehmen!!

Warum machen diese Modeleute das überhaupt? Sind wir realen Frauen wirklich so blöd uns lassen uns da was vormachen? Kaufen wir diese Mode? Mode die von magersüchtigen, klapprigen, wandelnden Kleiderbügel vorgeführt wird? Warum orientieren wir uns an solchen Modellen? Die echten und wahren Frauen wie Du und ich, die sehen doch höchst selten so aus.

Immer mehr Mädchen –  und scheinbar immer öfters auch Jungs – werden krank weil sie diese Models als Vorbilder sehen. Vorbilder? Geht’s eigentlich noch? Ha, ich kann es hören, diejenigen die auf die Barrikaden gehen und erzählen, dass Männer sicher nicht auf Dicke stehen. Warum von einem extrem ins andere? Es gibt auch „normale“ Frauen da draussen. Die Mehrheit von uns hat nicht „Size O“ !

Die sogenannten Designer haben scheinbar immer noch nicht begriffen dass die „normale“ Frau von heute auch modebewusst ist und sich gerne gut anzieht. Mit Kleidergrösse 44 zählt frau heute jedoch bereits zu den Dicken und muss bei in „Fachgeschäften für Dicke“ einkaufen. Ja, letztere haben die Marktlücke erkannt, aber ich habe keine Lust diese unförmigen, meistens hässlichen Kleider zu tragen! Zudem sind sie auch noch teuer.

Ich will schöne Sachen zum anziehen haben! Ich fühle mich auch mit Kleidergrösse 44 attraktiv. Aber es ist enorm schwierig schöne Kleider zu finden die passen. Jedes Jahr werden die Konfektionsgrössen geschrumpft. Früher konnte ich mich darauf verlassen: Grösse 44 ist Grösse 44. Heute ist Grösse 44 eher wie früher die 40 wenn nicht sogar 38! Was soll der Mist??

Das kann doch nicht verkaufsfördernd sein wenn Frauen bei der Anprobe plötzlich völlig frustriert aus der Kabine stürmen und bedrückt nach Hause eilen.

Mensch hab ich mich heute aufgeregt. Diesen Müll würde ich nie und nimmer abonnieren! Auch wenn ich „Size O“ hätte! Ich will Mode sehen die für mich gemacht ist und von Models gezeigt wird womit ich mich identifizieren kann.

 

1 Kommentar zu Neulich in „einem Modemagazin“

  1. du sprichst mir aus der seele!
    die logik der modehäuser habe ich auch noch nicht begriffen, aber scheinbar funktioniert es trotzdem, sonst würden sie an ihrem konzept ja etwas ändern… (wo der sinn ist, dass frau zb. in einer umkleidekabine im zara am liebsten sofort einen termin beim schönheitschirurgen machen würde, um all die cellulite zu entfernen, die da plötzlich sehr detailliert ausgeleuchtet ist… die lust etwas zu kaufen ist mir bei dem anblick im spiegel nämlich subito vergangen…)
    oder eben auch, warum schrumpfen kleidergrössen? die frauen werden nicht dünner, aber sie sollen sich dicker und hässlicher fühlen? ich soll mich doch in den kleidern gut & wohl fühlen und nicht schlecht, irgendwie finde ich als laie das marketing technisch komplett verkehrt :S

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