STOPP MONSANTO

HEUTE, 25. Mai 2013,  ist der weltweite Aktionstag „March Against Monsanto“. In vielen Städten weltweit gehen Menschen an diesem Tag auf die Straße, um gegen die Monopolstellung einiger weniger Agrarkonzerne auf dem Saatgutmarkt und für frei zugängliches Saatgut zu demonstrieren. Auch Berlin ist dabei. Lasst uns gemeinsam ein Zeichen setzen!

Schon lange werden die Entwicklungen auf dem Saatgutmarkt kritisiert: Die drei großen Unternehmen Monsanto, Syngenta und DuPont kontrollieren mehr als die Hälfte des weltweiten Saatgutmarktes. Gleichzeitig sind sie auch die größten Hersteller von Pestiziden. Mit rigorosen Geschäftspraktiken bauen sie ihre Vormachtstellung stetig aus. Konkurrenten und kleinere Zuchtbetriebe werden aufgekauft und deren Saatgut vom Markt genommen; vielen Landwirten bleibt so keine Alternative zum Saatgut der Großkonzerne. Im Wettrennen um Patente versuchen sich Monsanto und Co Rechte auf Saatgut, Pflanzen und mittlerweile ganze Tiere zu sichern. Damit entscheiden sie nicht nur, was auf den Feldern angebaut wird, sondern auch, was auf unseren Tellern landet.

Doch es ist nicht nur eine Frage des Geschmacks, die Wahl zwischen Linda, Sieglinde, dem Blauen Schweden oder der Roten Emmalie zu haben. Die Konzentration auf wenige Hochleistungssorten bedroht auch die Vielfalt an Sorten. Geht sie verloren, ist unsere gesamte Nahrungsmittelproduktion bedroht, da wir uns mit Hilfe dieser lebendigen „Datenbank“ besser an sich verändernde Umweltbedingungen – Stichwort Klimawandel – anpassen können. Die Vielfalt der Nutzpflanzen ist in Gefahr, wenn Monsanto und Co weiter bestimmen können, welches Saatgut auf dem Markt verfügbar ist und den Zugang für Züchter und Landwirte beschränken.

Anfang letzter Woche hat die Europäische Kommission einen Entwurf über die Neuregelung der Saatgut-Richtlinien vorgelegt, in den nächsten Wochen sollen Parlament und EU-Staaten darüber entscheiden. Im Moment sieht es nicht so aus, als solle damit die Monopolstellung der großen Agrarkonzerne eingeschränkt werden. Im Gegenteil: Werden die neuen Richtlinien durchgewunken steht zu befürchten, dass der Handel mit seltenen Sorten und Biosorten noch schwieriger wird, da die Zulassungskriterien weiterhin Hochleistungssaatgut begünstigen.

Noch ist die Novelle nicht entschieden. Wir sollten gemeinsam ein Zeichen setzen und für den Erhalt unserer Vielfalt eintreten!  Am 25. Mai finden in über 200 Städten der Welt Demonstrationen unter demselben Motto statt: Stoppt Monsanto! Als Mitveranstalter der Demo sind wir in Berlin dabei – ihr auch?

Wir fordern einen freien Saatgutmarkt, der nicht von wenigen Großkonzernen und deren fragwürdigen Geschäftspraktiken dominiert wird. Wir wollen nicht länger zusehen, wie sich gentechnisch veränderte Lebensmittel heimlich zu uns an den Essenstisch gesellen. Wir treten ein für den Erhalt der Sortenvielfalt, die Grundlage unserer Nahrungsmittelproduktion.

FÜR EINE GESUNDE NAHRUNG! FÜR FREIES SAATGUT! FÜR DAS WOHL ALLER MENSCHEN!

Kommt und bringt eure Freunde mit! Kreative Ideen sind willkommen!

In Berlin:

Samstag, 25. Mai 2013 um 14.00 Uhr, Treffpunkt ist am Neptun-Brunnen (gegenüber dem Roten Rathaus)

Route: Neptunbrunnen – Unter den Linden – Dorotheenstraße – Reinhartstraße – Kronprinzenbrücke – Kanzleramt Paul Löbe Allee

Alle Infos zur Demo: Stop Monsanto! Saatgut für alle!

Informationen zu den Demos weltweit: http://on.fb.me/ZUxe3o

Mehr zum Thema: Saatgut-Privatisierung

Beitrag von Sarah-Indira / reset.org

 

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