Schweizer außerhalb der Schweiz im heiligen Dienst

Seit etwas mehr als einem Monat ist der neue Papst „Franziskus“ im Amt. Über ihn wurde und wird viel geschrieben, doch was passiert um ihn herum? Wer sind eigentlich die Menschen welche für seine  Sicherheit besorgt sind?

Die päpstliche Schweizergarde – eine ganz besondere ArmeeDas Korps, welches im 1506 durch Papst Julius II. begründet wurde, ist vor allem für die Sicherheit des Papstes verantwortlich. Sie beschützt sowohl den Vatikan als auch die Sommerresidenz des Papstes Castel Gandolfo. Die Armee verfügt über eine lange Tradition und noch heute ist es eine besondere Ehre, Teil der Schweizergarde zu sein.

Ihre einzigartige und unverwechselbare Uniform mit den farbenfrohen Elementen ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Bunt und freundlich bewachen sie den Vatikan und seine Bewohner.

Trotzdem es sich um eine Garde handelt, hegt sie jedoch keine militärischen Absichten, sondern ist allein zum Schutz des Papstes und den Bewohnern des Vatikans gedacht. Im Jahr 2006 feierte sie bereits ihr 500. Jubiläum. Zu den Aufgaben der Schweizergarde gehören in erster Linie der Schutz des Papstes und das Bewachen aller Zugänge zur Vatikanstadt. Doch es gibt auch weitere Aufgabenfelder, wie den Schutz des Kardinalskollegiums während der Sedisvakanz. Zudem sind sogenannte Ehrendienste und auch Ordnungsdienste, die in einem festen Reglement festgehalten worden sind, Teil ihres Dienstes. Dieses Reglement gibt es seit 1976, jedoch wurde 2006 eine aktualisierte Version zum Jubiläum der Garde aufgesetzt. Auch die Freizeit ist streng reglementiert und vorgeschrieben.

Kein Kriegsdienst, sondern Hauspolizei und solide Ausbildung

 

Wer als Gardist in der Schweizergarde tätig ist, kann sogar eine Berufsausbildung absolvieren. Seit dem Jahr 2001 erhält man im hiesigen Dienst auch ein Diplom als Sicherheitsfachmann und ist damit auch Eigentümer einer soliden Ausbildung an einem der besonderen Orte der Welt.

Doch Schweizer Gardist kann nicht jeder werden, es gibt besondere Aufnahmevoraussetzungen, die einen jungen Mann für den Dienst in der Schweizergarde befähigen. Zunächst einmal muss er katholisch und zwischen 19 und 30 Jahren alt sein. Wer dann noch über eine Mindestgröße von 1,74m verfügt, die Rekrutenschule der Schweizer Armee erfolgreich absolviert sowie eine Mittelschule oder Berufsschule durchlaufen hat, der kann sich, einen einwandfreien Leumund vorausgesetzt, um die Aufnahme als Schweizergardist bewerben.

Für die Dauer des Dienstes erhält jeder Gardist die vatikanische Staatsangehörigkeit, die ihm allerdings sobald er den Dienst niederlegt, jedoch wieder aberkannt wird.

Faszinierende Wachwechsel

 

Gerade für Touristen besonders empfehlenswert sind die Wachwechsel der Schweizergarde. Das besondere Zeremoniell ist ein wahres Schauspiel und ist täglich zu beobachten.

Insgesamt verfügen die Gardisten über zwei verschiedene Uniformen, so tragen sie zum einen eine Exerzieruniform und für besondere Anlässe eine Galauniform. Letztere ist den meisten von uns bekannt. Die insgesamt drei Geschwader der Garde sprechen vornehmlich deutsch, französisch und italienisch – Kommandosprachen sind jedoch deutsch und italienisch.

Die einzige existierende päpstliche Armee ist bei einem Besuch des Vatikans unbedingt zu empfehlen. Wer einen der Wachwechsel miterleben kann, der sollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen.

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