Kein Recht zur Vergewaltigung

Mein Name ist Laila und ich bin Journalistin. Ich habe vor Kurzem einen Artikel über eine junge Frau geschrieben, die brutal von mehreren Regierungssoldaten in Somalia vergewaltigt wurde — in der Hoffnung, dass ihre Geschichte auf die schreckliche Vergewaltigungsepidemie in Somalia aufmerksam machen würde. Stattdessen hat die Regierung meinen Artikel benutzt, um ein Vergewaltigungsopfer und einen Journalisten, der auch über die Ereignisse berichtet hatte, zu inhaftieren! Der Grund: Sie hätten ‘den Staat beleidigt’.
Vergewaltigung ist fürchterlich. Aber in dem Wissen vergewaltigt zu werden, dass die einzigen Behörden, die für Gerechtigkeit sorgen können, selbst die Vergewaltiger sind — das hinterlässt ein erdrückendes Gefühl der Machtlosigkeit. Doch gemeinsam können wir ihr Hoffnung geben: Ich habe diese globale Bürgerpetition auf der Internetseite von Avaaz gestartet, weil Somalias Regierung stark auf finanzielle Mittel von anderen Regierungen angewiesen ist. Dadurch kann die internationale Gemeinschaft Druck auf Somalias Politiker ausüben, damit sie aufhören, diese Ereignisse zu vertuschen und echte Reformen einleiten, um die Vergewaltigungen durch Sicherheitskräfte zu beenden.

Unsere Forderung könnte tatsächlich einen Wandel bewirken. Doch sie muss stark genug sein. Die UNO-Beauftragte Zainab Bangura hat uns gesagt, dass sie unsere Petition direkt an Geberländer und Somalias Präsidenten überreichen wird. Helfen Sie uns, indem Sie unterzeichnen und diese E-Mail weiterleiten — lassen Sie uns den Frauen Somalias zeigen, dass sie nicht allein sind und dass niemand das Recht hat, sie zu vergewaltigen:

http://www.avaaz.org/de/petition/Somalia_No_Authority_to_Rape/?bQbiQdb&v=22193

Der mutigen jungen Frau wurde vorgeworfen, ihre eigene Vergewaltigung durch Regierungsbeamte erfunden zu haben, bevor überhaupt ein Prozess stattfand. Dann weigerte sich der Richter, Zeugen zu vernehmen oder medizinische Beweise zu akzeptieren, die ihre Vergewaltigung bestätigten. Und sie ist nicht die Einzige: Ich habe hier mit zu vielen Frauen gesprochen, die in der ständigen Angst leben, erschossen oder vergewaltigt zu werden. Und das oftmals durch diejenigen, die eigentlich zu ihrem Schutz da sind.

Doch es besteht mehr Hoffnung für Somalia als je zuvor. In nur 18 Monaten hat das Land eine neue Verfassung bewilligt, einen neuen Präsidenten ausgewählt und gewinnt jetzt endlich den Kampf gegen Extremisten. Präsident Hassan Sheikh Mohamoud kann Maßnahmen ergreifen, um Frauen vor seinen eigenen Streitkräften zu beschützen, wenn wir ihm gemeinsam einen wichtigen Grund geben, gegen diese staatliche Gewalt vorzugehen.

Dem unschuldigen Vergewaltigungsopfer und dem Journalisten Abdiaziz Abdinur, der mit ihr gesprochen hat, droht ein Jahr im Gefängnis. Geldgeber haben großen Einfluss darauf, wie Somalias eigene Soldaten und Sicherheitskräfte mit Frauen umgehen. Unterzeichnen Sie meine Petition und leiten Sie diese E-Mail weiter, um einen Aufruf zu starten, der stark genug ist, um einen langfristigen Wandel in Somalia zu erreichen:

http://www.avaaz.org/de/petition/Somalia_No_Authority_to_Rape/?bQbiQdb&v=22193

Die Avaaz-Gemeinschaft hat sich mutig dafür eingesetzt, Gewalt an Frauen weltweit zu stoppen. Nach dem tragischen Tod eines Vergewaltigungsopfers in Delhi, haben letzten Monat über eine Million von uns eine Petition unterzeichnet, um Gerechtigkeit und echte Veränderungen in Indien zu fordern. Und wir haben ermutigende Anzeichen von hohen Regierungsministern erhalten, dass sie unseren Aufruf beherzigen. Nun können wir unsere Bürgerstimmen in Somalia einsetzen, um das Land auf einen neuen Weg zu bringen.

Mit Hoffnung und Entschlossenheit, Laila Ali, mit dem Team von Avaaz

*Laila ist eine britisch-somalische Journalistin in Nairobi

PS: Diese Petition wurde auf der neuen Avaaz-Webseite für Bürgerpetitionen gestartet. Sie können dort schnell und einfach eine Petition zu einem Thema starten, das Ihnen am Herzen liegt. Klicken Sie hier:

http://avaaz.org/de/petition/start_a_petition/?22193

WEITERE INFORMATIONEN:

Somalia – Vergewaltigungsopfer zu Gefängnisstrafe verurteilt (Spiegel)
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/somalia-vergewaltigungsopfer-zu-gefaengnisstrafe-verurteilt-a-881699.html

Ich bin schockiert, dass mein Bericht über Vergewaltigung in Somalia zur Inhaftierung eines angeblichen Opfers und eines Journalisten geführt hat (The Guardian) (Englisch)
http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2013/feb/05/jailing-somali-women-rape-affront-justice

UN besorgt über Vergewaltigungen in Somalia (Focus)
http://www.focus.de/politik/ausland/hunger-un-besorgt-ueber-vergewaltigungen-in-somalia_aid_654905.html

Somalia: Die Polizei muss Vergewaltigungsfälle untersuchen (HRW) (Englisch)
http://www.hrw.org/node/112472

Bei ihrem Treffen mit dem somalischem Präsidenten, sollte Clinton für Vergewaltigungsopfer Stellung nehmen (New York Times Blog) (Englisch)
http://kristof.blogs.nytimes.com/2013/01/16/in-meeting-with-somali-president-clinton-should-stand-up-for-rape-victims/

Somalische Regierung will Vergewaltigungsfälle in Angriff nehmen (Al Jazeera) (Englisch)
http://www.aljazeera.com/news/africa/2013/02/20132315946687205.html

Somalia: Freiberuflicher Journalist ist der Verunglimpfung einer staatlichen Institution schuldig befunden worden (Amnesty)
http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-009-2013-2/verurteilung?destination=node%2F5309

Quelle: avaaz.org

 

Über Redaktion 623 Artikel
Unter dem Alias *Redaktion* werden Beiträge von Dritten und Interviews publiziert. Die Beiträge die durch die Redaktion publiziert werden, sind keine offiziellen Statement von www.frauenblog.ch sondern betreffend ausschliesslich die Meinung der jeweils als Quelle vermerkten Autorinnen und Autoren. Wer etwas zu sagen oder einen Themenvorschlag hat und keinen eigenen Account eröffnen will, hat auch die Möglichkeit seine News, Initiativen und Infos über die Frauenblog Redaktion publizieren zu lassen. Die FrauenBlog CH Redaktion nimmt gerne interessante Themen, Beiträge entgegen. Kontakt: media@cipollae.myhostpoint.ch
Kontakt: Webseite

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Dateien hochladen

Du kannst Bilder oder Dateien in deinen Kommentar einbetten, indem du diese unten auswählst. Wenn du eine Datei hochgeladen hast wird ein Link an deinen Kommentar angefügt. Du kannst so viele Bilder oder Dateien hinzufügen wie du willst und alle werden deinem Kommentar hinzugefügt.


Bitte trage das Ergebnis der Rechenaufgabe in das leere Feld ein..

Klicke auf das Bild, um Dir die Frage in Englisch anzuhören.