Der SGF geht mit der Zeit – seit 125 Jahren

Der Dachverband Schweizerischer Gemeinnütziger Frauen (SGF) kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Er hat sich stets für die Anliegen der Frauen eingesetzt und ist auf deren Bedürfnisse eingegangen, die sich über die Jahrzehnte stets geändert haben. Heute präsentiert er sich modern und aktuell.

Haben Sie gewusst, dass die heutige Spitex auf die Initiative der gemeinnützigen Frauenvereine zurückgeht? Dass die erste Ausbildungsstätte für Krankenpflegerinnen in der Schweiz ein Werk von deren Dachverband war? Dass es Anfang des 20. Jahrhunderts in der ganzen Schweiz Dienstboten- und Haushaltungsschulen gab, die genau so von diesem betrieben wurden wie eine Adoptivkind-Vermittlung, eine Brautstiftung und viele andere soziale Institutionen? Und haben Sie gewusst, dass der Dachverband Schweizerischer Gemeinnütziger Frauen (SGF) heute noch genau so aktiv ist wie damals? Dass er seit 125 Jahren mit der Zeit geht und seine Projekte stets an die Bedürfnisse der Zeit anpasst?

Der Dachverband Schweizerischer Gemeinnütziger Frauen (SGF) wurde 1888 gegründet. Mit der Gründung des Dachverbandes bezweckten die lokalen Frauen­vereine, ihre Aktivitäten zu konzetrieren, um als starke Organisation den staatlichen Organen gegen­über auftreten zu können. Da die Frauen weder öffentliche Rechte noch Anspruch auf Ausbildung hatten, galt die Haupttätigkeit des SGF der Ausbildung von Frauen.

 

Institutionen der ersten Jahrzehnte

In den ersten Jahrzehnten gründete der SGF verschiedene Institutionen, die den damaligen gesellschaftlichen Bedürfnissen entsprachen: 1896 entstand die Dienstboten- und Haushaltungsschule Lenzburg, in der Mädchen zu «zuverlässigen, treuen und fleissigen Dienstboten» ausgebildet werden sollten. Auf dem Stundenplan standen Küchen-, Haus- und Wäsche­arbeit sowie Gemüseanbau und allgemeine Gartenarbeit. 1922 wurde die Adoptivkind-Vermittlung gegründet, 1925 die Brautstiftung, 1930 das Ferienheim Sonnhalde, das «Müttern mit Kindern sowie einzelnen Frauen und Töchtern Gelegenheit zu körperlicher und geistiger Erholung» bieten sollte.

 

SGF heute

Heute nimmt der SGF teil an der Entstehung und Entwicklung der modernen und sozial verantwortli­chen Gesellschaft. Die Freiwilligenarbeit im Dienste der Allgemeinheit zur Überbrückung von Lücken im sozialen System bis hin zur Gleichstellung und politischen Unabhängigkeit der Frau ist heute noch ebenso aktuell wie damals.

Der SGF ist mit 230 Sektionen und rund 60000 Mitgliedern eine traditionelle gemeinnützige Non-Profit-Organisation der Schweiz. Er ist vor allem in der Beratung von Sektionen sowie in der Unterstützung von Frauenprojekten tätig. Er nimmt an Vernehmlassungen teil und ist mit je einem Sitz in der Eidg. Kommission für Frauenfragen und dem Büro für Gleichstellung vertreten. Er ist stark vernetzt mit anderen Frauen- und Partner-Organisationen.

Mit der neuen Homepage ist der SGF auch in punkto Medien im 21. Jahrhundert angekommen. Die Seite soll die Frauenvereine sowie auch die verschiedenen Partner des SGF für die neue Freiwilligenarbeit sensibilisieren, die in den nächsten Jahren zu einem gesellschaftspolitischen Dauerthema wird.

Mehr Infos finden Sie unter www.sgf.ch

 

zum 125-Jahre-Jubiläum des SGF

Nicole Maron, Chefredaktorin «Ideelle»

Fotos: zVg Gosteli-Archiv Worblaufen

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