Menstruationsschmerzen bei Kinderwunsch: Endometriose-Alarm!

Es gibt wohl kaum eine Frau, die nicht irgendwann in ihrem Leben unter Schmerzen bei der Periode gelitten hätte. Glücklicherweise können sich viele Frauen durch die Wärmflasche auf den Bauch oder Entspannungsmethoden selber helfen. Wenn die Schmerzen aber immer schlimmer werden, mehrere Tage andauern, auch das Wasser lassen oder der Stuhlgang Beschwerden machen, dann muss dringend der Facharzt aufgesucht und eine eingehende Untersuchung durchgeführt werden.

Denn diese Schmerzen können mit einer Endometriose zusammenhängen, die oft erst nach vielen Jahren erkannt wird, nämlich erst dann, wenn das ersehnte Baby ausbleibt. Die Endometriose ist eine Erkrankung, die genauso häufig wie Brustkrebs ist! Man nimmt an, dass Schleimhaut aus der Gebärmutter vor und während der Periode durch die Eileiter in den Bauchraum gespült wird, sich dort festsetzt und durch die Eierstockhormone zum Wachsen angeregt wird. Wenn es dann bei der Periode zur Menstruationsblutung kommt, wird auch die Schleimhaut, die sich an der falschen Stelle eingenistet hat, abgestoßen, es blutet im Bauchraum, das Bauchfell wird gereizt, und das tut höllisch weh.

Eigentlich müssten die Zellen des Immunsystems die versprengten Schleimhautzellen attackieren und vernichten, aber offenbar können die das nicht immer, sei es, dass eine Immunstörung vorliegt, sei es, dass einfach zu viel Gewebe da ist, mit dem die Immunzellen nicht fertig werden. So kann es bspw. bei Stress passieren, dass sich Ihre Gebärmutter zu stark zusammenzieht, besonders wenn auch noch ein Magnesiummangel besteht, und zu viel Blut in die falsche Richtung läuft. Oder Sie haben ein geschwächtes Immunsystem durch zu viel Stress, ungesundes Essen, Vitaminmangel.

Was ich Ihnen hier skizziert habe, ist nur eine von vielen verschiedenen Theorien, die zur Entstehung der Endometriose existieren. Was wir sicher wissen, ist, dass Endometriose eine gutartige Erkrankung ist und dass sie umso besser heilbar ist, je früher die Diagnose gestellt und etwas dagegen getan wird.

Wenn Sie also unter Menstruationsschmerzen schon länger als sechs Monate leiden und diese vielleicht sogar immer schlimmer werden, wenn Sie dazu noch unerfüllten Kinderwunsch haben, dann gehen Sie zu ihrem Frauenarzt und besprechen Sie mit ihm eine Bauchspiegelung. Eine Tastuntersuchung und ein US sind nicht ausreichend!

Haben Sie keine Angst vor der Diagnose! Oft kann schon bei der diagnostischen Bauchspiegelung das überflüssige Gewebe entfernt werden. Vielleicht ist dann eine vorübergehende Hormontherapie erforderlich. Aber dann kommt es auf Sie an, denn Ihr Immunsystem können Sie nur selber aktivieren!

In „Das Frauen-Gesundheitsbuch“ habe ich Ihnen die Grundlagen erklärt. Im Netzwerk Frauengesundheit finden Sie im Artikel über Endometriose ganzheitliche Therapien, die helfen. Und glauben Sie nicht, wenn Ihnen jemand sagt, Endometriose wäre unheilbar. Das stimmt nicht: sie ist nur dann unheilbar, wenn man gerade so weitermacht wie bisher und sich nicht um die Ursachen kümmert, die an der Krankheitsentstehung beteiligt sind. Meine KollegInnen und ich, die ganzheitliche Methoden und Homöopathie bei Frauen mit Endometriose einsetzen und deren Patientinnen sich für einen gesunden Lebensstil entscheiden, kennen viele Frauen, die völlig gesund geworden sind und vor allen Dingen auch gesunde Babys bekommen haben.

 

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