Wenn die Kinder Kopfläuse mit nach Hause bringen

Foto: djd/G. Pohl-Boskamp

Gerade Kindergarten- und Schulkinder sind anfällig dafür, Kopfläuse zu bekommen. Dies hat nichts mit einer mangelnden Hygiene zu tun – auch wenn sich dieses Vorurteil noch immer hartnäckig hält. Kopfläuse kann vielmehr jeder bekommen. Da Läuse nicht fliegen oder springen können, sondern von Kopf zu Kopf krabbeln, tun sich die Tiere nicht sonderlich schwer, wenn Kinder beim Spielen mal die Köpfe zusammenstecken. Ist das Kind erst einmal befallen, dann heißt es schnell zu handeln – und auch rechtzeitig zu erkennen, denn das ist nicht immer so einfach.

Kopfläuse effektiv bekämpfen

Angst vor einer Ansteckung durch Tiere wie Hunde oder Katzen muss man übrigens nicht haben, denn Tiere werden von der Kopflaus nicht befallen. Die Laus verfügt über sechs kräftige Beine mit Klauen, mit denen sie sich an den Haaren festklammert und so von Kopf zu Kopf wandern kann. Angst vor einer Gesundheitsgefährdung muss man nicht haben, da die Kopflaus bei uns keine gefährlichen Krankheiten überträgt. Allerdings kann es bei einem Biss zu Juckreiz kommen, wodurch eine allergische Reaktion und in der Folge ein Ekzem auftreten können. Drei Millimeter ist sie groß, deshalb ist sie nur sehr schwer zu erkennen. Normalerweise ist sie blassgrau, wenn sie gerade gesaugt hat, dann ist sie rötlich. Eine Kopflaus lebt bis zu 40 Tage lang und kann in dieser Zeit rund 300 Eier legen.

Gezielte Behandlung ist sehr wichtig

Die Laus klebt ihre Eier (auch Nissen genannt), die gerade einmal 0,8 Millimeter groß sind, mit einem wasserunlöslichen Kitt direkt in Haaransatznähe an das Kopfhaar. Bereits nach acht Tagen schlüpfen die Larven, nach weiteren zwölf Tagen sind die Tiere schon geschlechtsreif. Eine frühzeitige Erkennung ist deswegen besonders wichtig, sodass man schon bei einem Verdacht aktiv werden sollte. Hilfe gibt es in der Apotheke. Dort kann man sich einen speziellen Kamm mit eng beieinanderliegenden Zinken besorgen, mit dem man Strähne für Strähne vom Haaransatz bis zu den Spitzen durchkämmt. Vorher sollte man die Haare mit einer Haarpflegespülung behandeln, denn dadurch können die Läuse nicht mehr weglaufen. Nach jedem Durchkämmen muss der Kamm ausgestrichen und auf Läuse und Eier kontrolliert werden.

Vollständig beseitigen

Da mittlerweile mit modernen Mitteln entgegengewirkt werden kann, muss kein Kind mehr befürchten, bei einem Kopflausbefall kahlgeschoren zu werden. Das Kopflausmittel „Nyda“ beispielsweise wird direkt auf das Kopfhaar aufgetragen, um Kopfläusen die Möglichkeit zum Atmen zu nehmen. Schon nach der ersten Behandlung können die Kids dann wieder in den Kindergarten oder die Schule gehen. Eine zweite Behandlung wird dennoch empfohlen, um auch wirklich sicher zu gehen. Wer an empfindlicher Kopfhaut leidet oder wenn ein Baby von Kopfläusen betroffen ist, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

 

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