1,5 Millionen Schweizer sind Single

Doch nur jeder Neunte tut aktiv etwas dafür. In der Schweiz leben rund 1,5 Millionen Singles zwischen 18-69 Jahren. Obwohl 43% von ihnen sich nach Zweisamkeit sehnen und weitere 25% für eine Partnerschaft offen sind, suchen nur gerade 11% wirklich intensiv nach einem Partner. Am ehesten hoffen sie dabei im Ausgang, im Internet oder in ihrem sozialen Umfeld fündig zu werden. Dies ergab eine aktuelle repräsenta-tive Umfrage der führenden Online-Partner-agentur PARSHIP.ch bei der Schweizer Bevölkerung.

Wer in der Schweiz Single ist, befindet sich in guter Gesellschaft: In einer neuen, landesweiten Umfrage gaben 27,6% der Befragten an, ungebunden zu sein. Dies entspricht rund 1,5 Millionen Singles im Alter von 18 bis 69 Jahren. Die meisten Singles findet man in der Zentralschweiz (33%), der Ostschweiz und im Raum Zürich (je 29%).

Auffallend auch: Jeder dritte Mann (36%) und jede zweite Frau (51%) gaben an, schon länger als drei Jahre ohne Partner zu sein.

Gefragt nach dem Grund für ihr Single-Dasein, glauben die 18 bis 39-Jährigen, dass sie in erster Linie zu schüchtern (45%) und zu anspruchsvoll sind (37%). Singles über 40 sehen den Grund vor allem in ihrem Wunsch nach Unabhängigkeit (42%) und der Schwierigkeit, in ihrem Alter jemand Passenden zu finden (36%).

Obwohl 43% (Männer 46%, Frauen 40%) einen grossen bis sehr grossen Wunsch nach Zweisamkeit äussern und weitere 25% (Männer 30%, Frauen 20%) für eine Partnerschaft grundsätzlich offen sind, suchen lediglich 11% aktiv bis sehr aktiv nach einem passenden Partner (Männer 16%, Frauen 6%).

„Natürlich geistert es immer noch in den Köpfen herum, dass der Traumpartner eines Tages vor der Türe auf einen warten könnte,“ so Barbara Beckenbauer, Psychologin bei PARSHIP.ch. „Aber eben, in der Realität ist dies meist nicht der Fall. Wer aktiv und gezielt auf Partnersuche geht, hat naturgemäss viel höhere Chancen den richtigen Partner zu finden.“

Partnersuche via Internet ist in der Schweizer Gesellschaft angekommen

 

Innerhalb der letzten zwölf Monate versuchten die befragten Singles in erster Linie im Ausgang, im Internet, im Freundes- und Bekanntenkreis, im Urlaub oder am Arbeitsplatz einen möglichen Partner kennenzulernen. Vor allem das Internet hat in dieser Hinsicht in den letzten Jahren an Beliebtheit gewonnen. Während – entgegen der landläufigen Erwartung – die Online-Partnersuche bei den unter 30-Jährigen an dritter Stelle rangiert, suchen Singles über 40 bevorzugt im Internet nach einem neuen Partner.

PARSHIP-Psychologin Barbara Beckenbauer stellt grundsätzlich eine veränderte Einstellung zur Partnersuche im Internet fest: „Nie im Leben hätten Singles noch vor ein paar Jahren zuzugeben, dass sie im Internet einen Partner suchen. Heute ist es häufig ein Smalltalk-Thema an Tischrunden und Partys, wer auf welcher Plattform sucht und welche Erfahrungen man bisher damit gemacht hat.“ Dazu beigetragen hat sicher auch die breite, öffentliche Akzeptanz und die Tatsache, dass mittlerweile fast jeder ein Pärchen in seinem Umfeld kennt, das sich über das Internet getroffen hat, ist Beckenbauer überzeugt.

Dies bestätigt auch die Umfrage: Nicht nur bei Singles, auch bei der übrigen Bevölkerung ist die Partnersuche via Internet mittlerweile angekommen. Insgesamt sind lediglich 11% der Befragten überzeugt, dass Online-Partnersuche in der Gesellschaft noch nicht akzep-tiert ist. Über die Hälfte der Befragten (53%) könnte sich grundsätzlich vorstellen, einen Partner im Internet zu suchen, wobei Männer (62%) diesbezüglich offener sind als Frauen (45%).

54% hätten keine Probleme damit zuzugeben, dass sie im Internet auf Partnersuche sind. Nur rund ein Drittel (36%) würde es strikt für sich behalten und lediglich ein Viertel (27%) glaubt, dass die Familie oder die Freunde mit Unverständnis auf eine Partnersuche im Internet reagieren würden.

Hier die ganze Auswertung der Umfrage.

Wie sieht es denn bei euch aus? Habt ihr eure Traumpartnerin oder euren Traumpartner schon gefunden? Wenn ja: wie/wo? Wenn nein: seid ihr glücklich in eurem Single-Dasein?

Quelle: parship.ch

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4 Kommentare zu 1,5 Millionen Schweizer sind Single

  1. na ja, ich denke es ist nicht fair wenn wir hier pauschalisieren. es gibt wirklich sehr schöne und wertvolle beziehungen zwischen frau und mann. ich war vor meiner heutigen beziehung (die wirklich wundervoll ist), 10 jahre single, die erfahrung mit dem bemitleiden habe ich auch gemacht. das war manchmal richtig lustig die reaktionen der leute zu sehen wenn ich sagte wie lange ich schon alleine sei. ob frau oder mann, beide müssen es lernen auch alleine klarzukommen. mein leitzsatz war: erst wenn ich es schaffe allein glücklich zu sein wird auch meine partnerschaft glücklich. die verantwortung für das eigene glück auf jemanden anderes zu übertragen macht ja keinen sinn, und trotzdem machen das viele.

  2. Tabea, danke! Frauen denken einfach zu wenig nach, denn sonst hätten sie längst gemerkt, dass Ehe nur den Männern dient. Die patriarchale, männerfreundliche Gesellschaft hat die Manipulation der Frauen voll im Griff. Wenn ich zusehen muss, wie Frauen sich auch noch gegenseitig anfeinden, nur um von einem Mann als persönliche Haussklavin auserkoren zu werden, wird mir regelmässig schlecht! Dazu alleine dient die gesellschaftliche Ächtung von Singles. Frauen haben gefälligst ihr Leben in die Dienste eines Mannes zu stellen. Dafür wird ihnen – weiss der Himmel, was alles – vorgegaukelt. Wie viele Männer kennt Ihr alle da draussen denn, die ihr Leben alleine und unabhängig von einer Frau (ohne Mami, ohne Putzfrau!) im Griff haben? Und wie viele solcher Frauen kennt Ihr? Frauen schaffen es ganz gut auch alleine. Männer ohne Frauen hingegen sind verloren und enden meist als Alkoholiker oder ähnliches. Das aber darf nicht in das Bewusstsein der Frauen gelangen. Um das zu verhindern, werden unzählige Schauermärchen über allein stehende Frauen in die Welt gesetzt. Es ist an der Zeit, dass Frauen das endlich realisieren!

  3. Ich bin zwar nicht so strikt im Single-Sein Martha, bin zur Zeit in einer Beziehung und finde, dass das durchaus auch ein Weg sein kann, wenn man miteinander sprechen kann. Aber ein Weg von vielen möglichen! Diese Haltung gegenüber Singles finde ich auch als Nicht-Single unmöglich. Als ob es ein Armutszeignis ist, nicht jedem hinterher zu rennen. Singles werden aber oft pauschal bemitleidet, auch wenn sie gerne allein sind. Irgendetwas muss doch da sein. Das Glück zu Zweit als „das Glück“ schlechthin über alles andere gestellt. Ich sehe es auch immer wieder im Unglück enden und deshalb ist es als einzig sinnvolles Ziel nicht angebracht.
    Und ob die Aussage wirklich stimmt, dass man eher einen Partner findet, wenn man aktiv danach sucht… Ich bezweifle das jetzt einfach mal, klingt eher nach krampfhaftem Suchen und das endet wohl dann doch nicht in einer Beziehung mit Zukunft.

  4. Für kein Geld der Welt würde ich mein Single-Dasein aufgeben. Freiheit, Selbstständigkeit, Unabhängigkeit sind die höchsten aller Güter. Es gibt nichts Schöneres als ein autarkes, autonomes, selbstbestimmtes Leben! Da kann die Gesellschaft noch so lange versuchen mir einzureden, wie schön doch ein Leben mit einem Partner sein könnte. Diese „Partner“ sollen ihre Unterhosen und Socken gefälligst selber waschen, ihre Wohnung selber putzen, selber einkaufen und kochen und mit ihren Wehwehchen sonstwen anjammern. Dafür stehe ich nicht mehr zur Verfügung. Die ganz, ganz wenigen schönen Momente, die es in einer Partnerschaft durchaus geben kann, sind den Preis nicht wert und machen den Aufwand nicht wett.

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