Wozu geschlechtergerecht formulieren?

Geschlechtergerechte Texte stellen die Gleichstellung
von Frau und Mann in der Sprache sicher. Die Gleichstellung von Frau und Mann ist seit 1981 in der Bundesverfassung verankert. Um sie tatsächlich umzusetzen, mussten und müssen in vielen verschiedenen Bereichen der Gesellschaft Massnahmen ergriffen werden: in der Berufswelt, in der Politik, in der Bildung usw. Die Sprache zieht sich durch alle diese Bereiche hindurch. Mit geschlechtergerechten Formulierungen werden Frauen nicht mehr nur implizit mitgemeint,
sondern explizit genannt und angesprochen. Sie werden sprachlich sichtbar, sie treten in Erscheinung und rücken ins Bewusstsein. Damit leisten geschlechtergerechte
Formulierungen einen – nicht unwichtigen – Beitrag zur tatsächlichen Gleichstellung von Frau und Mann. Denn Sprache und gesellschaftliche Wirklichkeit sind
nicht voneinander zu trennen.

 

Quelle: Schweizerische Bundeskanzlei, in Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule

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33 Kommentare zu Wozu geschlechtergerecht formulieren?

  1. 1. „Dieses System“ basiert – leider – noch immer auf patriarchalen Strukturen. In diesen ist es nun mal so, dass der andozentristische Gedanke „dieses System“ bestimmt. „Dieses System“ hat so lange überdauert, nicht weil es gerecht war, sondern weil es für Männer funktionierte. Die „Gesellschaft“, wie Du sie beschreibst, besteht offensichtlich nur aus Männern. Wenn Du Simone de Beauvoir zitierst, dann wüsste ich gerne, aus welchem Buch Dein Zitat stammt und in welchem Zusammenhang sie das gesagt haben soll. Ferner sprichst Du von „Teile der Gesellschaft“. Wenn Du damit den männlichen Teil meinen solltest, hast Du durchaus recht.
    Es sind die Männer in unserer Gesellschaftsordnung, die Nutzen aus diesem System ziehen. Die Krise in der Ehe, die wir heute erleben, resultiert ganz direkt aus diesen grundlegenden Fakten. Die feministische Bewegung hat die wirtschaftliche Basis des Patriarchats in der westlichen Welt wirkungsvoll demontiert. Ohne Abhängigkeiten ist die Ehe wenn nicht logisch unmöglich, so doch logisch nicht plausibel. Deshalb wird seitens des männlichen Teils der Gesellschaft alles daran gesetzt, Abhängigkeiten aufrecht zu erhalten. Für Männer ist die Ehe noch immer eine Art Refugium, ein sicherer Hafen in einer herzlosen Welt. Für Frauen stellt aber oft die Ehe selbst die herzlose Welt dar. Weshalb rasten denn immer wieder Männer aus, wenn die Frau versucht, sie zu verlassen? Weshalb sind Männer dann sogar imstande, Frau und Kinder zu töten? Weshalb werden Frauen zwangsverheiratet? Wer also ist der Nutzniesser einer solchen Verbindung? Derjenige, der Zwang ausübt, oder diejenige, die sich unter Zwang beugen muss?
    Dein Statement, ich würde Frauen Verantwortungslosigkeit und Unfähigkeit unterstellen, ist an Frechheit kaum zu überbieten! Frauen haben keineswegs während Jahrtausenden geschlafen. Sie wurden aber während Jahrtausenden unterdrückt, in bewusster Abhängigkeit gehalten (z.B. Schul- und Unizugang!) und damit zur Dienerin und Sklavin des Mannes gezwungen. Trotz aller Anstrengungen der Frauen setzt sich das heute noch fort – siehe Frauenquote, die Männer mit allen Mitteln zu verhindern versuchen. Dabei in Opfer- und Täterrollen zu denken, entspricht sehr wohl der Realität. Auch wenn Männer das mantramässig immer wieder verneinen. Es mag zwar stimmen, dass auch Männer Opfer ihres eigenen Systems werden können. Solange aber auch nur eine einzige Frau in Abhängigkeit von einem Mann leben muss, werde ich keinen Gedanken daran verschwenden, Männer diesbezüglich zu bemitleiden. Ich empfinde es auch als „ziemlich erbärmlich“, wenn Männer jetzt auch noch über Diskriminierung klagen!!
    Zu Deinem 2. Teil: Wir diskutieren hier nicht über Theorien, sondern über Fakten!

  2. Ah, und Martha. In meinen Augen ist die Fähigkeit Sachverhalte genau und schlüssig darzulegen (oder meinetwegen: „konkret“ wie Urs das fordert) wichtig für einen konstruktiven Diskurs.
    Einerseits zeigt dies Verständnis der effektiven Situation und greifenden Mechanismen um diese gezielt anzugehen, und andrerseits bilden diese eine Grundlage auf der überhaupt diskutiert werden kann. Mit subjektiven Eindrücken, die nicht klar ausgedrückt werden können, kann nicht diskutiert werden; diese können zwar einigermassen nachvollzogen werden, aber es stellt sich auch die Frage nach der Ausgereiftheit und Korrektheit der Ansichten. Ein Gefühl zu haben ist sowas von nichtssagend, darauf basierend Urteile zu fällen fatal. Deshalb sind auch (neue) Theorien oder Verständnisse wichtig, da sie überhaupt erst ermöglichen Gefühle raumgreifend zu kommunizieren.
    Natürlich bedeutet dies eine gewisse Arbeit – ist nicht so, dass ich selber unbedingt Lust darauf habe..

    Die von Urs eingebrachte Thematik finde ich allerdings auch etwas falsch am Platz..

    Und Urs, ob die Schreibenden hier anonym sind oder nicht, tut nichts zur Sache. Darauf herumzureiten ist ein sinnloser Eiertanz.

  3. jaja.. bin teilweise sehr langsam, aber drum gibt’s ja das ewig dauernde internet.. *hust*

    Gernot kenni nicht.. aber auf deine einfachen Fragen, entsprechend einfache Antworten.
    Ja, wer hat denn dieses System erfunden und eingeführt? Die Gesellschaft.
    Wer erhält dieses System nach wie vor aufrecht? Die Gesellschaft. (bzw. habe bei Beauvoir mal gelesen, dass Männer weniger verbissen daran hängen)
    Wer sind denn die primären Nutzniesser dieses Systems? nicht sicher, aber ich nehme an Teile der Gesellschaft. Was genau würdest du als Nutzen festlegen? Viel Geld, Karriere, Ansehen, Landhaus, Kind und Kegel? Dir ist bewusst, dass indem du festlegst, worin der Nutzen liegt auch die Nutzniesser festlegst? D.h. du kannst den Nutzen so festlegen, dass du den gewünschten Akteuren die Schuld zuschieben kannst, was sehr bequem ist. Dies halte ich u.a. als ein Problem des „Feminismus“ (sag ich mal so generell), weil er mir teilweise den falschen oder einen sehr eingeschränkten Fokus zu legen scheint, der sich auch sehr stark an gesellschaftlichen Konventionen orientiert.
    Wenn du „Männer“ als allmächtige, bewusste und alleinig schuldhafte Akteure hinstellst, unterstellst du „Frauen“ indirekt Verantwortungslosigkeit und Unfähigkeit, was ich kaum unterstützen kann. Oder willst du mir sagen, dass Frauen Jahrtausende geschlafen haben? Seriously?

    „Von Diskriminierung, wie Frauen sie seit Jahrtausenden und bis heute tagtäglich erleben, haben Männer nicht die geringste Ahnung.“
    Falsch. Wüsst gar nicht wo anfangen. Ich finde die Gesellschaft so ziemlich krank.

    „Der jämmerliche Versuch, Opfer zu Tätern bzw. Täterinnen zu machen, ist einfach nur erbärmlich.“
    Martha, das Leben ist ziemlich kompliziert, die Bequemlichkeit ausschliesslich in Opfer oder Täterinnen Rollen in zu denken, kommt nicht mal ansatzweise an die Realität.
    Die Welt ist böse, diskriminierend, missbräuchlich und übergriffig. Viele sind Täter und Opfer zugleich, und die Festlegung wer nun was ist darf unter keinen Umständen einem Ego überlassen werden, da sonst nur solche polemischen Sätze wie aus emotionalen Konflikten (und u.A. du teilweise bringst) rauskommen.
    Die Realität schert sich nicht um irgendein Ego, und will man der Realität ins Auge blicken so ist viele Standpunkte besonders rosig. Aufgrund unserer menschlichen Beschränktheit müssen wir allerdings einen bestimmten Standpunkt einnehmen.
    Effektiv sind viele Standpunkte gültig, leugnest du die Gültigkeit anderer Standpunkte, so ist dies ausschliesslich ein Machtmittel um dich selber zu bevorteilen und andere zu diskriminieren.
    Das vieles zu Ungunsten von Frauen steht kann nicht geleugnet werden. Dies schliesst aber nicht aus, dass die Generalgruppe „Männer“ in anderer Sache nicht ebenfalls Opfer sind. Beide Sichtweisen sind getrennt zu betrachten, oder zumindest nicht die eine für die andere aufzugeben, oder gar sind die Sichtweisen gegeneinander auszuspielen. Es geht nicht darum Rollen zu verdrehen, sondern die Realität zu akzeptieren und zu ändern.
    Insofern empfinde ich auch deine Polemik und Männer/Frauen/Täter/Opfer-Denken als ziemlich erbärmlich, wenn ich dies so erwidern darf.

    „Die Begriffe “Feministin” oder “Feminismus” werden nach wie vor falsch interpretiert. Feministinnen sind NICHT gegen Männer sondern FUER die Gleichstellung der Geschlechter.“
    Nova, njain. Historisch wie populär verstanden (und nach deinem Wikipedia Artikel) liegt der Fokus von Feminismus auf Frauen. Gleichstellung etc mag ja der erklärte Grundgedanke sein, dies ändert aber weder die historische Bedeutung, noch das allgemeine Verständnis, noch den effektiven ‚Gebrauch‘. Der alltägliche Missbrauch feministischer Schlagwörter und verklärter Feminismus sind nebst oftmaliger miserabler Kommunikation weitere Gründe wieso Feminismus es schwer hat als effektiv geschlechtsneutral zu gelten; weiter deutet die Wortwahl ja sehr konkret auf Frauen hin und erschwert die Identifikation für Männer.

    Ich persönlich akzeptiere Feminismus deshalb nicht als Etwas, das für Gleichstellung einsteht; was ich allerdings akzeptieren kann, ist dass Feminismus für eine Feminisierung (der Gesellschaft) steht. In dieser (sagen wir) Umdeutung schwingt schon ziemlich viel an Aussage mit, was falsch an der Gesellschaft ist oder sein könnte, obwohl die Wortwohl hierzu gleichzeitig auf tradierte Verständnisse zurückgreifen muss und irgendwie sexistisch ist.

    Und Martha, ich sympathisiere weder mit Feministen noch Antifeministinnen noch XY, weils unter allen Gruppen einfach zu viele Idioten mit undifferenzierter Meinung oder zu grosser Kränkung des Egos gibt, was aber nicht heisst, dass diese keine gültigen oder nachvollziehbaren Standpunkte haben. Alles richtig zu sehen ist sowieso schlichtweg unmöglich; auch Grössen wie Beauvoir zeigen kritisierbare Gedankengänge.
    Immerhin, wir leben in einer interessenbasierten, theoretisch demokratischen Gesellschaft mit gewisser Diskussionskultur – es ist etwa wie es sein kann.

    entschuldigung für die Länge.

  4. Sachlich „diskuttieren“? Kann ich. Aber nicht mit Ihnen. Denn was Sie hier produzieren, hat mit Sachlichkeit aber auch wirklich nicht das Geringste zu tun. Also, verschonen Sie mich mit Ihren „Sachlichkeiten“.

    P.S.: „Gute erfolgreiche Menschen werden von Frauen geheiratet.“ Mensch = Mann. Diskussion erübrigt sich.

  5. @Martha Gute erfolgreiche Menschen werden von Frauen geheiratet. Ich gehöre dazu 🙂 Bei anonymen Schreiberlingen weiss man nie, was für egoistische Vogelscheuchen dahinter stecken. Können Sie eigentlich nicht sachlich diskuttieren? Warum konkret nicht?

  6. Und Sie wundern und beklagen sich, wenn Sie entsorgt werden? Welche Frau will denn schon so was wie Sie? Da ist mmir jedes Kloster lieber!

  7. Nein, es macht natürlich Sinn, den Frauen Feministen und Feministinnen einen Spiegel zu geben, damit sie tagtäglich mit den entsorgten Väter und Männer – dem Resultat ihres Geschlechterkampfes – konfrontiert werden. Die gesetzliche Diskriminierung der Männer (Frauenbonus), das Anreizsystem Familienrecht, hat schon viele anständige Väter/Männer entsorgt.Keine Einzelfälle. Kennen Sie http://www.mannschafft.ch oder http://www.igm.ch ?

  8. @nova Das sind Ihre Spielchen! Leider geht es bei erhöhten Selbstmordraten kürzerer Lebenserwartung der Männer, ständiger Bevorzugung der Frauen ums nackte Überleben. Schade dass Sie sich so unsolidarisch zeigen. Aber der Leser ist mit ANONYMEN Schreiberlingen schlecht beraten. Er informiert sich besser auf Plattformen wie
    http://www.antifeministenzeitung.ch

  9. Dann sind Sie hier ganz offensichtlich am falschen Ort!
    Sie haben ja Ihren eigenen Spielplatz um sich ueber diese boesen boesen Frauen zu beklagen.
    Wenn Sie sich einmal mit dem was auf der Welt geschieht befassen werden Sie feststellen dass Maedchen und Frauen nach wie vor msssiv benachteiligt sind. Jeder der etwas anderes behauptet lebt in seiner eigenen kleinen unrealistischen Welt.
    Zum Glück gibt es viele Menschen die das erkannt haben. Herr Brechbühl, moeglicherweise haben Sie auf Ihrer Plattform Publikum das Ihren Ideen beipflichtet gluecklicherweise ist das hierzulande nur eine Minderheit.

  10. @nova Frauen sind schon lange gleichberechtigt das ist ganz klar. Wer etwas anderes behauptet leidet unter Krankheitssymptomen. Das egoistische Affentheater von Feministinnen holt sich immer mehr Rechte auf Kosten der Väter und Männer. Hier sterben – wegen Diskriminierung – Männer 3 mal so oft wie Frauen. Und die schlechte Lebenserwartung erst… Den Furz von Gleichstellung von Mann und Frau ist Ignoranz von Realität. Ich empfehle besser ein paar gute Märchen zu erzählen. Wer sich nicht für die Gleichberechtigung der Männer einsetzt ist unsolidarisch! Mit Opfer-Abo und Frauenbonus geht es den Frauen ja wirklich gut. Mit unsolidarischen Menschen – die Märchen mit Realität verwechslen – diskuttiere ich übrigens nicht. Im empfehle den Leuten http://www.antifeminismus.ch

  11. @Urs Brechbühl: Die Begriffe „Feministin“ oder „Feminismus“ werden nach wie vor falsch interpretiert.
    Feministinnen sind NICHT gegen Männer sondern FUER die Gleichstellung der Geschlechter. Wieso müssen wir hier überhaupt darüber diskutieren? Es ist doch ganz klar, dass sowohl Frauen wie auch Männer auf dieser Erdkugel gleichberechtig sein sollten! Leider sind sie es nicht. Weshalb fühlen sich hier Männer dermassen auf die Füsse getreten? Stellt euch vor: für Frauen gehört das Jahrelang zur Tagesordnung. Weshalb müssen wir überhaupt für unser Recht kämpfen?? Wir sind nicht besser als Männer, aber Männer sind auch nicht besser als Frauen. Wir sind gleichberechtigte Wesen. Und solange die Menschen auf der Welt das nicht begreifen werden wir auch immer wieder Kriege führen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Feminismus

  12. Es braucht unbedingt noch mehr Milliarden vom Steuerzahler für Feministinnen, arme Frauen, Hampelmänner und anonyme Schreiberlinge. Schlisslich wissen wir alle wem das Opfer-Abo gehört.

  13. @Pierre
    „…ein strukturelles Problem des Systems…“!
    Und jetzt stell Dir beim Lesen meiner Antwort Gernot Hassknecht von der „Heute Show“ vor.
    Ja, wer hat denn dieses System erfunden und eingeführt?
    Wer erhält dieses System nach wie vor aufrecht?
    Wer sind denn die primären Nutzniesser dieses Systems?

    „Die diskriminierten Männer“! Wenn ich sowas lese, kriege ich regelmässig Bauchkrämpfe. Von Diskriminierung, wie Frauen sie seit Jahrtausenden und bis heute tagtäglich erleben, haben Männer nicht die geringste Ahnung. Was hier betrieben wird ist nichts weiter als Sand in die Augen streuen. Der jämmerliche Versuch, Opfer zu Tätern bzw. Täterinnen zu machen, ist einfach nur erbärmlich.

  14. ah, genau, ging mal unter.. scusami.

    Urs, 21. AUGUST 2012 UM 23:30
    Ich dachte eigentlich schon, dass die Wirkung von beliebigen Aussagen auf Leistung, Verhalten etc durhch diverse Studien nachgewiesen waren? Insofern kaum ’nur‘ Märchen. Könnte interessant sein Sprache auf Design-Prinzipien zu untersuchen, sprich u.a. Feinheiten, die Anwendung und Verhalten in gewisse Bahnen lenken.

    Urs, 25.11., nutzloser Link.

    Martha, betr. Carola Meier-Seethaler; ich versuch das etwas zu kürzen (damit ich die Quintessenz versteh..) : bei der Diskriminierung der Frau geht es um die soziale Identität des Mannes, d.h. um seine Bedeutung in der Gruppe.

    Versteh im Ansatz wie’s gemeint sein könnte.. wie sieht die soz. Identität des Mannes im ‚patriarchal-hierarchischem System“ aus oder ändert sich, wenn er Frauen 1. diskriminiert 2. nicht diskriminiert?
    Eine denkbare Antwort: der Mann diskriminiert die Frau nicht, sondern es ist ein strukturelles Problem des Systems, wodurch die Frauen diskriminiert werden, was allerdings sehr unkonkret und nicht sehr zufriedenstellend als Antwort wäre..

    Weniger zum Thema auch; ob jetzt Männer diskriminiert werden oder nicht, nur schon die Idee passt einigen gar nicht ins Weltbild, was mir bedenklich scheint.

    Martha, einerseits verständlich, aber auch schade. Gewisse Kommentare kann man wohl auch ignorieren.. Friede, Freude, Eierkuchen in Diskussionen sind doch auch zu vermeiden, sonst ists etwas langweilig und hindert etwaige Einsichten, nischt?

    4!

  15. Es sind ganz genau Männer und deren Kommentare wie dieser, die mich davon abhalten, in diesem Blog aktiver zu sein. Mit solchen I..d..ten mag ich mich einfach nicht mehr auseinander setzen. Ich wünschte, es gäbe einen Blog, in dem sich Frauen wirklich einmal zusammen austauschen könnten, und in dem Männer konsequent ausgeschaltet würden.

  16. Mit gesellschaftlicher Wirklichkeit hat dieser kranke Sprachfeminismus absolut nichts mehr zu tun. Viel mehr handelt es sich um Märchen und Verschwöhrungstheorien von wenigen Männerhasserinnen, die ihre begrenzte Wahrnehmung nicht einmal erkennen. Der Steuerzahler und ganz normale zufriedene Frauen sollen nun zur Kasse kommen, um eine angebliche Diskriminierung – welche gar keine ist – zu bekämpfen. Prost Nägeli!

  17. Ich bin z.Zt. in Zürich, noch für ca. 2 Wochen. Aber zurück zum Thema:

    Carola Meier-Seethaler formuliert es ungefähr so:
    Die Diskriminierung der Frau ist nicht einfach eine bedauerliche Nebenwirkung einer notwendigen kulturhistorischen Entwicklung, sondern gehört zum innersten Kern des patriarchal-hierarchischen Systems. Dabei geht es um die soziale Identität des Mannes, d.h. um seine Bedeutung in der Gruppe.
    Auch die männlich dominierte Sprache befördert genau diese Ziele.

  18. Etwas viel um die Ohren, entschuldige.

    Liebe Martha, das bestreitet ja niemand; ich bestätige, relativiere oder hinterfrage Aussagen oder Formulierungen(!).. wenni was nicht ganz nachvollziehen kann, frage ich.

    Nur Skandieren macht aber eben nicht wirklich Spass, ebenso wie zwei Prämissen durch eine Implikation zu verbinden, weil’s im eigenen Denkkonstrukt sinn macht.. da wär ich an jedem Stammtisch besser aufgehoben, weils noch was zu trinken gibt.

    Ich würde nur gerne die genauen Ursachen und Wirkungsstränge klar auseinanderhalten können, die groben Züge sind ja offensichtlich. Das Teufelchen liegt aber im Detail, sei es kommunikativ oder argumentativ.

    Mal abwarten bis ich mehr Zeit hab..

    Gruss nach Griechenland..

  19. Sprache beeinflusst unser Denken und unsere Wahrnehmung! Deshalb ist es unumgänglich, dass die Menschen insgesamt nicht länger nur in der männlichen Form angesprochen werden. Das ist nicht zu tolerieren! Den Rest habe ich bereits „hindersi und vürsi“ erklärt. Wer’s noch immer nicht kapiert, dem ist wohl nicht zu helfen.

  20. Versteh nicht wirklich was du meinst.. wäre Folgendes der Kern: „(…)Selbstverständlich seid Ihr Frauen doch mitgemeint(…) Reicht ‚mitgemeint‘? NEIN, es reicht nicht!“? Ginge es um’s Prinzip?

    Aber entschuldige, ich hatte mich etwas in Details verloren wohl, dumme Angewohnheit..

    J’pense Sprache (insb. Regelungen, Gewohnheiten) leiten unsere möglichen Gedanken, ähnlich Sozialisation und schränken uns ein, absolut. „Hel-lo Newspeak!“
    Dass sich dies auf die Geschlechter-sowieso auswirkt, ebenso, wie nun auch immer.
    „Frauen sind in der Regel höchstens “mitgemeint”, werden aber häufig nicht direkt angesprochen. Das trägt ganz wesentlich dazu bei, dass Frauen immer noch als zweitrangig hinter den Männern angesehen werden“; da happert’s bei mir, insb betreffend der Aussage mit der Zweitrangigkeit.

    Ob ich dem mit der Zweitrangigkeit zustimmen kann, blend ich mal aus, würde dich aber gerne bitten die Konsequenzen vom „blossen Mitmeinen“ und die Zwischenschritte zum Zweitrangieren von Frauen nachzuzeichnen?,

    Ich sehe den Sinn nicht in einer (wie im Kommentargespräch vorgeschlagenen) konsequenten Umkehrung oder „Umkehr-Woche“. Natürlich würde das Verstossen gegen sprachlichen Gebrauch aufhorchen lassen, aber zumindest in meinem Umfeld gibt’s (schätzungsweise) weniger Leut die das längerfristig stören würd. Ein Aufschreien würde ich daher eher als Reaktion auf diese „penetranten, wiederkehrend kontextfreien, aufdringlich interpretierenden Emanzen“ (sozusagen) verstehen, was ich durchaus nachvollziehen könnt.. Insofern darf die Reaktion nicht (einfach) einseitig bestätigend aufgefasst werden, und diese Selbsterfüllung schlummert etwas in den Kommentaren.. nachvollziehbar?

    1 + 1 = … 2! judihuuui!

  21. Ich mag mich nicht dauernd wiederholen. Deshalb verweise ich hier auf meinen Artikel „Vatersprache – Mutterland“. Das selbe in Grün!

  22. Selon moi, oui et non. Versteh schon, wenn du’s satt bist.

    Historisch betrachtet dürften ähnliche Aussagen (Bürgerrechte…) wohl schon einseitiger gefasst (gewesen) sein. Heutzutags.. weiss nicht wie sehr das aktuell ist..

    Wenn ich mal schau, wo oder wie ich das generische Maskulinum antreff, oder verwend, würde ich die Bedeutung dessen aber auch etwas relativieren:

    Einfachheit/Effizienz: z.B. Team-intern (+-von allen) verwendet (grossmehrheitlich Frauen), wobei nach aussen offensichtlich beide Formen berücksichtigt werden. Argument der Einfachheit gilt wohl insb. auch für die gesprochene Sprache.

    Pathos lebt etwas von gängigen Bildern und Sprachkonstellationen, die halt etwas Stereotyp sind..

    Dass die Zweiform als Stilelement sich gut mit Wortrythmik und – Klang einfügt, ist bestimmt nicht immer gegeben, ich würde sogar denken, die kürzeren Formen sind oft passender. But that’s personal preference.

    Gleichgültigkeit, Nachlässigkeit..

    Deine Auslegung vom effektiven Brudersein ist aber auch stärker auf die faktische Wortbedeutung ausgelegt. Ohne weiteren Kontext wäre es ja auch möglich, dass sich die gemeinte Aussage mehr auf das Verhältnis von Menschen in Bruderähnlichen Konstellationen bezieht… dass es aber eine ungeschickte Wortwahl wär, um auch Frauen mitzumeinen, klar.

    Unsre Sprache, schwere Sprache, ne? :/

    Generisches Femininum: Mhm. Ich würd mich nicht dagegen wehren, weil ich prinzipiell was dagegen hätt oder so, aber mehr weil ich zu faul bin und nicht aus Prinzip etwas zwangsverändern will, worin ich persönlich keine Problematik erfahr/seh. Mhm, und ja das Problem würde sich vielmehr nur verschieben.
    Ich würd’s auch für ein unrealistisches Ziel halten, die Gesellschaft, welche mit dem generischen Maskulinum gross geworden is, da umpolen zu wollen. (So Leutchen, ab jetzt Verabschieden wir uns zur Begrüssung und vice versa) Sprich: auch wenn man die Definition ändert, wäre fragwürdig, ob sich die Veränderung nachhaltig einschleichen würd. Sicher ein interessantes Sozialexperiment..

    So Umkehrungen wie du sie nennst, finde ich zwar eine wichtige Methodik, aber auch nicht immer angebracht und zweckdienlich – zum Provozieren sicherlich geeignet 😉 Rutsch da ja auch immer in fragwürdige Vergleiche..

    Wenn schon eine sprachliche Neuregelung, würde ich am ehesten den Ansatz einer neuen geschlechtsneutralen Form begrüssen (gab ja letzthin mal nen Artikel über so ne Bewegung in Schweden, irgendwas mit „hen“.. )

    Mhmjo

  23. Alle Menschen werden Brüder! – Aha! Unter „Menschen“ sind eindeutig nur Männer gemeint. Sonst könnten sie wohl kaum „Brüder“ werden.

    Ich bin es satt, immer nur raten zu müssen, ob ich denn nun beim generischen Maskulinum „mitgemeint“ bin, oder eben doch nicht. Männer würden subito aufbegehren, würden wir in unserer Sprache nur noch das generische Feminin verwenden und den Männern erklären, „aber selbstverständlich seid Ihr doch mitgemeint! Warum regt Ihr Euch so auf?“

  24. Vielleicht mehr eine Frage, insb. betreffend Sichtbarkeit/“Mitmeinen“ à la „DIE Frau in DER Sprache“ (gesperrte Kommentarfunktion..).

    Auch nach Lektüre einiger bekannter oder weniger bekannter Texte, Kommentare, und aller möglicher Meinungen, so frage ich mich, ob gewisse Dinge nicht zu sehr gesucht sind, wie auch etwas die Unter- resp. Feststellung der Unsichtbarmachung des Weiblichen in der Sprache.

    Ausgangslage resp. Annahme ist etwa, dass das ‚generische Maskulinum‘ sich (aus männlicher Sicht) vielmehr auf die geschlechtslose Bedeutung/Funktion bezieht als auf einen explizit männlichen Prototypen; also z.B. Maurer als ‚Mauernde‘ anstatt männliche Maurer.

    Da ich als Mann zumindest nie dieses geschlechtsgebundene Verständnis hatte, können Vorwürfe wie „Bewusste Unsichtbarkeitsmachung des Weiblichen“ o.Ä. auf mich etwas befremdlich wirken.

    Dass sich Frauen allerdings durch die ausschliessliche Verwendung des generischen Maskulinums nicht angesprochen, resp. ausgeschlossen fühlen ist nachvollziehbar (genauso wie ich mich keineswegs an eine Frauendemo verirren würde, oder mich die Rhetorik „feministischer“ Exponenten nicht anspricht). Ein (eigentlich offesichtliches und bekanntes) Problem von Produktdesign und Kommunikation.

    Die Steigerung allerdings von einer bewussten Unsichtbarmachung, Unterordnung oder Abwertung der Frau zu sprechen scheint mir allerdings eine teils ‚gekränkte‘ und weit hergeholte Theorie (s. Martha).

    Irgendwie noch interessant, da doch bei Texten mit einer gewissen antifeministischen Haltung, dieselbe Art von „Kränkung“ oder „Rationalisierung“ aber in vermischter Besetzung durchzuschimmern scheint. Lustig und oder bedenklich insofern, als dass die Sprache der Einen der Anderen rotes Tuch wird. (liesse sich ja auch auf Weiteres aus dem Felde ausdehnen). it’s the ciiircle of liiiiife! … ?

    Was ich mich frage wäre also, was genau an gewissen Aussagen wie eben der ‚Unsichtbarmachung (..)‘ fernab persönlicher Kränkung und Rhetorik (und teils fragwürdiger Studien) von Schreibenden wie Lesenden tatsächlich dran ist? Find’s bisschen schwer zu beurteilen, insb. da sich gute Argumentation mit sich-gut-anhörender aber unvollständiger Argumentation sowie gesuchter Argumentation vermischt..

  25. Was zum Teufel ist geschlechtsgerechte Bildsprache?
    Was geschlechtsgerechte Sprache ist, ist mir klar…

    Und wieso beäugelt ihr nicht die Unis an den die Männer unvertreten sind? z.B. in Biologie, das ist ja fast ne Frauendomäne xD

  26. Mich würde mehr DIskussion zum Thema FRAU IM BILD interessieren. Das Bild von Frauen in den Medien ist ja nur zum Teil durch Text geprägt. Mir scheint in der Schweiz gibt es sehr wenig zum Thema geschlechtergerechte Bildsprache. Oder liege ich da falsch? Bin selber nicht Journalistin, aber gibt es da eine Diskussion dazu?

  27. Männersprache wertet männliches auf!

    z.B. den „Samen“ des Mannes:

    Der „Same“ ist eigentlich ein Naturprodukt, das alle Erbanlagen, alles, was zum endgültigen Werden eines Lebewesens (Mensch, Tier, Pflanze) benötigt wird, enthält. Legt man ein Samenkorn in die Erde, benötigt es nur noch Licht und Wasser und die vollständige Pflanze wächst.

    Hat der Mann einen „Samenerguss“, so enthält dieser keinen Samen im biologischen Sinne (was aber gerne suggeriert wird). Nur weibl. Eizellen und männl. „Samen“ zusammen ergeben Samen im biologischen Sinn. Aus einem männlichen „Samen“ wird eben erst dann ein Kind, wenn die weibl. Eizelle ihren Anteil an Erbgut dazu gibt. Der männliche „Samen“ ist also kein Samen, sondern nur eine Zelle, die die Hälfte des Erbguts enthält, die es braucht, um ein neues Lebewesen entstehen zu lassen.
    Es wird aber so getan als ob der Mann seinen einzigartigen „Samen“ in die Gebärmutterschale der Frau legt, die diesen dann unterwürfigst auszubrüten hat!

  28. Ahoi, ich bin mal so frei und poste mal was auf der Seite. Sieht schick aus! Ich nutze seit kurzem auch WordPress kapiere aber noch nicht alles. Dein Blog ist mir da immer eine gute Motivation. Weitermachen!

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  1. Antifeminismus » Wie steht ihr dazu Ich gehe davon aus dass jeder da draussen seine Meinung dazu hat Ich würde mich freuen wenn ihr eure Ansicht oder Einstellung hier mitteilt, Frauen, Männer, Kinder, Frau, Zeit, Mädchen, Gleichberechtigung, Feminismu

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